|TRANSKRIPT NACHRICHTENTICKER
Aus mk2 Biotechnologies wird Protevo Bio
Protevo Bio aus München übernimmt zentrale Assets der insolventen mk2 Biotechnologies, deren Technologieversprechen die großskalige, kostengünstige Produktion hochreiner Proteine ist. Die alte Firmenführung hat mit neuen Investoren materielle und immaterielle Werte gebündelt und bleibt mit einstigen Know-how-Trägern dem F&E-Standort am IZB Martinsried treu. ■
Bayer schließt Wirkstoffkooperation mit Puhe (China)
Bayer und die chinesische Suzhou Puhe BioPharma haben eine globale Lizenzvereinbarung für den PRMT5-Inhibitor geschlossen. Bayer erhält die exklusive Lizenz zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung und startete bereits eine Phase I-Studie für den Wirkstoff zur Behandlung von Methylthioadenosin (MTA)-deletierten Tumoren, die 10-30% aller Krebsarten umfassen. ■
Informatikpatente führen die Rangliste beim EPA an
Drei deutsche Unternehmen befinden sich unter den Top-10 Patentanmeldern beim Europäischen Patentamt. Siemens belegte Platz 6 mit 1.830 Anmeldungen, die BASF Platz 7 mit 1.599 Anmeldungen und Bosch Platz 10 mit 1.249 Anmeldungen. Die Rangliste der Patentanmelder beim EPA wird 2024 angeführt von Samsung (5.000+), Huawei, LG (alle Asien), Qualcomm und RTX (beide USA). ■
EU-Förderung bringt RNhale 2,5 Mio. Euro
Die RNhale GmbH, eine Ausgründung der LMU München, hat vom European Innovation Council (EIC) eine Förderung in Höhe von 2,5 Mio. Euro für die Entwicklung neuartiger Nano-Transportsysteme erhalten. Die inhalierbaren Lipid-Nanopartikel in Pulverform sollen siRNA-Medikamente gegen Asthma gezielt an den Wirkort bringen, um die Expression des Zytokins TSLP zu reduzieren. ■
USA-Schweiz: iOncologi übernimmt TargImmune
Das US-Unternehmen iOncologi hat das private Basler Biotech-Unternehmen TargImmune Therapeutics AG übernommen. TargImmune entwickelt seit 2016 RNA-basierte Immuntherapien gegen solide Tumore, darunter den Wirkstoff TAR001, der EGFR-überexprimierende Krebszellen angreift. TargImmune bleibt als Tochterfirma in Basel bestehen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt. ■
Immer weniger Pharma-Patente
Deutschlands Pharmaindustrie meldet immer weniger Patente an. Wurden 2000 noch 1.436 internationale Pharmapatente aus Deutschland eingereicht, lag die Zahl 2021 nur noch bei 849. China hat Deutschland vom bisherigen zweiten Rang verdrängt. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die in exklusiver Zusammenarbeit mit dem HANDELSBLATT erfolgte. ■
Valneva auf dem Weg zur Trendwende
Die Valneva SE legte ihre Geschäftszahlen 2024 vor: der Impfstoffentwickler steigerte 2024 den Umsatz um 10% auf 169,6 Mio. Euro und reduzierte den Nettoverlust auf -12,2 Mio. Euro (2023: -101,4 Mio.). Die Liquidität betrug 168,3 Mio. Euro, auch dank der Veräußerung eines Priority Vouchers. Für 2025 erwartet das Unternehmen einen Umsatzanstieg auf 180–190 Mio. Euro. ■
Start der Spezialisierten Ethik-Kommission für besondere Verfahren
Der Start der vom Bundesgesundheitsministerium gemeinsam mit dem Bundesforschungsministerium und den Bundesländern eingerichteten neuen Spezialisierten Ethik-Kommission für besondere Verfahren ist nun für den 1. Juli angesetzt. Die Kommission besteht aus 93 unabhängigen, ehrenamtlich tätigen Mitgliedern – darunter Medizinethiker, Ärzte, Juristen sowie Laien. ■
Neue Stiftung zur Förderung biobasierter Forschung
Die frühere Vorsitzende des Bioökonomierates der Bundesregierung, Prof. Christine Lang, hat die Stiftung Biobasierte Zukunft gegründet, um Forschung und Initiativen für eine Kreislaufwirtschaft zu vernetzen. Ziel ist es, den öffentlichen Diskurs zu stärken und junge Ideen zu fördern. Die Stiftung will Grundlagenforschung wie auch angewandte Forschung fördern. ■
Eversyn erhält Seed-Finanzierung
Eversyn, eine Ausgründung des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg, sicherte sich 1,6 Mio. Euro Startkapital von bmp ventures, IBG, der Max-Planck-Gesellschaft und weiterenPartnern. Der zellfreie enzymatische Ansatz des Start-ups soll die Produktion hochwertiger, komplexer Glykane in Ernährungsprodukten kostengünstiger gestalten. ■