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Aktienzusammenlegung: Immunic will aus der 1-Dollar-Falle ausbrechen
Immunic Inc. führt zum 27. April 2026 eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 durch. Die Aktien bleiben unter „IMUX“ an der Nasdaq notiert. Ziel ist die Erfüllung von Finanzierungsvereinbarungen und das Vermeiden des ständigen „Kratzens“ an der 1-Dollar-Marke. Die Zahl der Aktien sinkt von rund 136 Mio. auf 13,6 Mio., der Kurs dürfte sich technisch verzehnfachen. ■
Starker Franken: Wechselkurse fressen das Umsatzplus bei Roche
Roche startet solide ins Jahr: Im Q1 2026 steigen die Verkäufe währungsbereinigt um 6% (in CHF -5 %). Treiber sind das starke Pharmageschäfte (+7 %) mit Blockbustern wie Ocrevus und Vabysmo sowie Diagnostics (+3 %). Neue Studiendaten, Produkte und KI-Initiativen stützen den Ausblick, den das Unternehmen bestätigt. Die neue Sequenziertechnologie steht noch am Anfang. ■
Sartorius mit Jahresauftakt sehr zufrieden, Prognose bestärkt
Der Göttinger Life-Science-Konzern Sartorius AG startet stark ins Jahr: Im ersten Quartal steigt der Umsatz währungsbereinigt um 7,5 % auf 899 Mio. Euro. Treiber ist das Consumables-Geschäft, während Anlagen weiter schwächeln. Die EBITDA-Marge bleibt mit 29,7 % stabil. Die Prognose für 2026 wird bestätigt. Die Tochter Stedim Biotech trägt über 50% zum Umsatz bei. ■
Bär: Deutschland soll der innovativste Biotech-Standort der Welt werden
Bundesministerin Dorothe Bär zog das Publikum der Deutschen Biotechnologietage in Leipzig schnell auf ihre Seite mit der Aussage: „Wir wollen Deutschland zum innovativsten Biotech-
Standort der Welt machen!“ Sie sähe ein riesiges Potential und für die Gesellschaft sei Gesundheitsforschung das Wichtigste. ■
Europäischer Rat stimmt Reform bei Genome Editing zu
Deutschland glänzt mit einer Enthaltung, aber die Mehrheit des Rats der Europäischen Union hat die geplanten Lockerungen für neue Gentechnik (NGT) gebilligt. Pflanzen aus Verfahren wie CRISPR/Cas sollen teils nicht mehr als GVO gelten. Ziel sind robustere Sorten, ein Streitpunkt bleibt die Patentierung. Das Parlament muss noch zustimmen, was als relativ sicher gilt. ■
Erfolgreiche Finanzierungsrunde für BioCopy AG
Im Rahmen ihrer Serie-A-Finanzierungsrunde erhält die schweizerisch-deutsche BioCopy AG finanzielle Mittel in Höhe von 9 Mio. CHF. Der Erlös wird verwendet, um die präklinische TCRm-bispezifische Pipeline des Unternehmens voranzutreiben, vorbereitende Studien für das Leitprogramm zu finanzieren und die proprietäre Plattform zur Antikörpergenerierung auszubauen. ■
Aicuris-Übernahme durch Asahi Kasei abgeschlossen
Die japanische Asahi Kasei hat die kürzlich publizierte Übernahme von AiCuris (Wuppertal) abgeschlossen. Der Schritt stärke das Spezialpharma-Geschäft im Bereich Infektionskrankheiten. Aicuris bringt ein Portfolio antiviraler Wirkstoffe ein, darunter Pritelivir mit FDA-Priority-Review, und erweitere so die Pipeline um kurzfristige und langfristige Wachstumstreiber. ■
Pharmaverbände bemängeln Einsparpläne der Regierung
Wenig überraschend stößt der Entwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz in der Pharmaindustrie auf scharfe Kritik. Die Verbände, wie etwa der vfa, warnen vor schlechteren Rahmenbedingungen, mehr Preisdruck und geringerer Planungssicherheit. Insbesondere höhere Zwangsrabatte könnten Investitionen gefährden und konterkarierten die nationale Pharmastrategie. ■
Der Zulassungsantrag von Aicuris wird von der FDA schneller behandelt
Aicuris erhält von der FDA den Priority-Review-Status für die Prüfung des HSV-Wirkstoffes Pritelivir. Die Entscheidung wird für Q4 2026 erwartet. Grundlage sind positive Phase III-Daten mit im Vergleich höherer Heilungsrate. Die Studiendaten werden auf dem Kongress der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) in München vorgestellt. ■
England lässt erste CRISPR-Futtergerste zu
Großbritannien hat schon länger die Regeln für genomeditierte Pflanzen gelockert: Nun wurde in England erstmals eine präzisionsgezüchtete Futtergerste mit höherem Lipidgehalt zur Vermarktung zugelassen. Seit dem Precision Breeding Act sind Freilandtests und Zulassungen deutlich vereinfacht. Wales und Schottland haben diesen Verfahren jedoch noch nicht zugestimmt. ■
