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Am Dienstag erzielte die Mainzer BioNTech SE einen Erfolg vor Gericht. Die Klage einer Frau gegen das Mainzer Biotech-Unternehmen wegen angeblicher Impfschäden durch den COVID-19-Impfstoff Comirnaty wurde abgewiesen. Die Frau hatte ein Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 200.000 Euro verlangt.

Die Mainzer Impfstoffschmiede BioNTech SE macht weiter Ernst in Sachen Krebs. Nun kauft sie sich mit 50 Mio. US-Dollar upfront und einem geplanten Aktienkauf in Höhe von 200 Mio. US-Dollar beim britischen CAR-T-Spezialist Autolus Therapeutics ein. Beide wollen ihre CAR-T-Aktivitäten verschmelzen; auch Produktionskapazitäten in Großbritannien gehören zum Deal.

Die Mainzer BioNTech SE vereinbarte eine strategische Kooperation mit der britischen Autolus Therapeutics plc, die an der US-amerikanischen Nasdaq gelistet ist. Beide Firmen schließen damit ihre Entwicklungen im Bereich der CAR-T-Zelltherapie zusammen, beziehen aber auch weitere Wirkstoffkandidaten ein. Biontech zahlt upfront rund 50 Mio. US-Dollar und plant, sich mit 200 Mio. US-Dollar an Autolus zu beteiligen.

Die BioNTech SE (Nasdaq: BNTX) erhielt gemeinsam mit ihrem Entwicklungspartner Duality Biologics Co., Ltd. (Suzhou, China) für das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT325/DB-1305 den FDA-Fast-Track-Status. Als Indikationen werden epithelialer Eierstockkrebs, Eileiterkrebs oder primärer Bauchfellkrebs angegangen. Der Antikörper befindet sich in einer Phase I/II-Studie.

Die Mainzer BioNTech SE geht einen weiteren Kooperationsdeal mit einer chinesischen Firma ein. Diesmal mit WuXi Biologics, die für zwei präklinische Antikörper 20 Mio. US-Dollar vorab erhält. Die Exklusivrechte für die Wirkstoffentwicklung gehen an BioNTech, während WuXi im weiteren Verlauf Anspruch auf Meilensteinzahlungen und Tantiemen hat, schreibt BioSpace.

Die Mainzer BioNtech SE nutzt die laufende J. P. Morgan-Konferenz zu einem Update in Sachen eigene Krebs-Pipeline. In elf klinischen Studien der Phase II oder III erwartet das Unternehmen im Jahresverlauf zulassungsrelevante Ergebnisse. Die meisten Programme sind Partnerprojekte mit diversen Antikörpern.

Das Bundespatentgericht hat eines der im Streit befindlichen mRNA-Patente der Tübinger CureVac NV für nichtig erklärt. Das für Europa erteilte Patent sei in Deutschland nicht gültig. CureVac will gegen das Urteil Berufung einlegen und sieht noch Chancen, mit seiner Patentklage gegen die Mainzer BioNTech SE zum Erfolg zu kommen oder zumindest eine außergerichtliche Vergleichslösung zu finden, da über sieben weitere Patente noch nicht entschieden ist. Die Börse sieht das anders und schickt den Kurs zeitweise um bis zu 40% in den Keller, am Ende des Handelstages bleibt ein Minus von rund 30%.