Das war vor mehr als eineinhalb Jahren eine große Schlagzeile, als die Schweizer Numab AG (Horgen am Zürichsee) über das Vehikel eines Spin-outs einen einzelnen Antikörper für 1,25 Mrd. US-Dollar an Johnson 6 Johnson verkaufte. Nicht bei zukunftsgerichteten Meilensteinen zu bezahlen, sondern direkt „cash in de Täsch“, wie man in Köln sagen würde.
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Rund 90% an Börsenwert hat die Schweizer Moonlake Therapeutics AG eingebüßt, nachdem das Unternehmen am Sonntag Ergebnisse seines Antikörpers Sonelokimab bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa in der Phase III-Studie VELA2 bekanntgegeben hatte.
Die Partnerschaft vom vergangenen Herbst führt nun zur Verschmelzung: Die Mainzer BioNTech kauft für eine knappe Milliarde US-Dollar die chinesische Firma Biotheus, die eine Plattform für die Entwicklung neuer Antikörperformate mitbringt. Die ursprüngliche Partnerschaft drehte sich um einen einzelnen bispezifischen Antikörper der Chinesen, der gleichzeitig PD-L1 und VEGEF erkennt. In der Pipeline von Biotheus schlummern weitere rund zehn am Reißbrett konstruierte Antikörpermoleküle gegen bestimmte Krebszielmoleküle sowie gegen Entzündungsreaktionen. Vorab zahlt BioNTech 800 Mio. US-Dollar, weitere 150 Mio. US-Dollar können an die Anteilseigner von Biotheus bei weiterem klinischen Fortschritt noch nachträglich fließen.


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