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Die hessische BRAIN Biotech AG hat vom Europäischen Patentamt erneut eine Bewilligung im heißumkämpften Feld der CRISPR/Cas-Nukleasen erhalten. Das Stoffschutzpatent ermöglicht Brain selbst oder als Lizenzgeber das von den beiden Nobelpreisträgerinnen Charpentier und Doudna um ihre CRISPR/Cas9-Technologieplattform abgesteckte Patentschutzrechte-Feld zu umgehen. Brain führte dazu eine großangelegte Suche im Reich der Bakterien durch und fand Tausende neuartige Nuklease-Varianten. Die vielversprechendsten werden in einzelnen Geschäftsfeldern selbst oder in Partnerschaft weiterentwickelt.

Vor dem Düsseldorfer Landgericht startete mit der gestrigen Anhörung der von der Tübinger Firma Curevac N.V. gegen die Mainzer Biontech SE angestrengte Prozess. Im Juli vergangenen Jahres hatten die Tübinger Klage gegen das Mainzer Biotech-Unternehmen eingereicht, in der Curevac Biontech vorwirft, bei der Nutzung der mRNA-Technologie Patente verletzt zu haben.

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Da keine Einigung in einem schwelenden Patentrechtsstreit über die Verwendung von RNA als Impfstoff möglich schien, beschreitet nun die Tübinger CureVac N.V. den Weg der Klage gegen die Mainzer BioNTech SE.