Mit einem neuen Forschungs- und Gründerzentrum will Dortmund seine Position als Standort für Wirkstoffforschung weiter ausbauen. Anfang Oktober wurde auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus das Zentrum für integrierte Wirkstoffforschung Dortmund (ZIW) eröffnet. Die 3.600 m² große Erweiterung des Biomedizin Zentrums Dortmund (BMZ) bringt Labor- und Büroflächen für Biotech- und Life-Science-Unternehmen und fügt sich in ein Ökosystem ein, das in Dortmund bereits deutlich weiter entwickelt ist, als es der Neubau allein vermuten lässt.
ANZEIGE
Schlagwortarchiv für: LDC
Nordrhein-Westfalen legt ein ungewöhnlich großes Forschungsprogramm auf: Mit 200 Mio. Euro will das Land seine sieben Universitätskliniken und die TU Dortmund zu einem KI-Netzwerk für die Krebsmedizin verbinden. Die Summe gehört damit zu den größten thematischen Forschungsinvestitionen eines einzelnen Bundeslandes.
Gastautor Dr. Michael H. Thiel, Kooperationspartner bei der Sanemus AG München, blickt auf das Auf und Ab der Firmengeschichten in der deutschen Biotechnologie-Szene. Ausschnitte aus der langen Wegstrecke von 40 Jahren zeigen, wie viel sich in diesem Industriesektor getan hat – und dass dies womöglich erst der Anfang gewesen ist.
Die aktuell größte frühe Finanzierungsrunde des Jahres in Deutschland sammelt die nordrhein-westfälisch-schweizerische EvlaBio mit 21 Mio. Euro ein. Deren Wirkstoffentwicklung eines spezifischen Antikörpers wurde im Dortmunder Lead Discovery Center (LDC) unter die Fittiche genommen und validiert. Mit der daraus hervorgegangenen Datenlage konnte nun ein ansehnliches Investorenkonsortium überzeugt werden. EY sieht zugleich die Finanzierungslage für Start-ups äußerst kritisch.
Das einst von der Max-Planck-Innovation gegründete Lead Discovery Center (LDC) agiert als Wirkstoffzentrum wie ein wichtiger Brückenbauer zwischen Akademie und Industrie. |transkript sprach mit Langzeit-CEO Dr. Bert Klebl über die Wirkstoffforschung in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und wenig Geld.
Die erste Etappe hat der Nachfolgefonds zur Unterstützung von frühen Wirkstoffprojekten genommen. Die Geschäftsführung des Dortmunder Lead Discovery Centers (LDC), die gleichzeitig die Fondsverwaltungsgesellschaft von KHAN I und nun auch KHAN II leitet, freut sich über die Zusage von 51 Mio. Euro, will aber bis Jahresende noch die 100 Mio.-Euro-Marke erreichen.

Foto: Sabrina Richmann
Land NRW, Marius Becker
Sanemus AG
Universitätsklinikum Heidelberg
Lead Discovery Center GmbH
Lead Discovery Center GmbH