Gen- und Zelltherapie sind Hoffnung für viele Betroffene. Sie stehen aber auch vor großen Herausforderungen in der Entwicklung und Herstellung. Ein Zusammenspiel vieler Akteure ist für den Erfolg unerlässlich.
Die analytica 2026 verzeichnet mehr Aussteller und Besucher und bestätigt ihre Rolle als internationaler Branchentreff. Im Fokus standen vor allem KI, Automatisierung und digitale Labore. Rund 35.000 Teilnehmer informierten sich in München über aktuelle Entwicklungen in Analytik, Labortechnik und Biotechnologie. China ist ein Thema, doch wegen stagnierender Zahlen dominiert eher der Wunsch der Laborausrüster, wieder mehr Aufmerksamkeit in Gesellschaft und Politik zu erhalten.
In der biomedizinischen Forschung hat cell free DNA (cfDNA) in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen, da sie einen minimal invasiven Zugang zu genetischen Informationen ermöglicht.
Mit einer neuen Baukastenmethode aus Genf eröffnen Forscher Möglichkeiten zur über bestimmte Zelloberflächenmarker zielgerichteten zellulären Adressierung von Wirkstoffen, ohne dabei einen Antikörper zu benötigen. Über eine Hybridization Chain Reaction (HCR) genannte Methode wird das Effektormolekül nur wirksam zusammengesetzt, wenn die ausgewählten unterschiedlichen Biomarker auch wirklich gemeinsam auf einer Zelle vorhanden sind.
Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.
Pflegekräften und Ärzten steht nun eine digitale, KI-gestützte Lösung für eine bessere Wundversorgung zur Verfügung. Sie wurde gemeinsam von der Dedalus HealthCare GmbH und der imito AG entwickelt.
Das im Tech-Park Basel ansässige Biotech-Unternehmen Anaveon wird seit März von dem erfahrenen Biopharma-Manager Thaminda Ramanayake geführt, dem ehemaligen CureVAC CBO.
Boehringer Ingelheim steigert 2025 den Umsatz um 7,3 % auf 27,8 Mrd. Euro, bei F&E-Ausgaben von 6,4 Mrd. Euro. Immerhin rund 5 Mrd. Euro trägt die Tiergesundheit zum Umsatz bei (+6,5%). Mit HERNEXEOS und JASCAYD bringt das Unternehmen zwei neue Therapien in den USA und China auf den Markt. Insgesamt wurden 70 Mio. Patienten erreicht – so viele wie nie zuvor.
Novartis kauft erneut eine innovative Biotechfirma, diesmal die karlifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. US-Dollar um die Allergie-Pipeline zu stärken. Der Antikörper Exl-111 soll über den bisherigen Standard der IgE-Inaktivierung hinausgehen. Der Deal reiht sich in eine Serie von Zukäufen und Kooperationen, mit denen der Konzern externe Innovation akquiriert.



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Chen SK et al, Nature Biotechnology (2026). https://doi.org/10.1038/s41587-026-03044-0
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Anaveon