Nuvisan ICB GmbH

Nuvisan erhält 25 Mio. US-Dollar von Gates-Stiftung

25 Mio. US-Dollar für neue Verhütungsmittel: Die Gates Foundation fördert die Nuvisan (Berlin, Neu-Ulm) bei der Entwicklung nicht-hormoneller Kontrazeptiva. Ein Leitprojekt soll bis zur präklinischen Kandidatenauswahl gelangen. Der Sektor ist lange vernachlässigt, die hohe Finanzierung soll ein Signal setzen.

ANZEIGE

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung eines führenden Projekts bis zur Auswahl eines präklinischen Entwicklungskandidaten. Darüber hinaus sollen weitere Programme aus früheren Forschungsphasen in Richtung Wirkstoffoptimierung vorangebracht werden. Geplant ist außerdem der Aufbau einer fortschrittlichen In-vitro-Testplattform, die die präklinische Forschung im Bereich der nicht-hormonellen Kontrazeption beschleunigen soll.

Nuvisan arbeitet dabei eng mit Forschungspartnern des von der Gates Foundation unterstützten Contraceptive Drug Accelerator (CoDA) zusammen. Ergebnisse und Wirkstoffkandidaten aus der ersten Förderphase sollen nun in die nächste Stufe der präklinischen Entwicklung überführt werden.

Langzeitpartner Gates-Stiftung

„Nicht-hormonelle Verhütung bleibt eine große Herausforderung der Biomedizin“, erklärte Martin Lange, Executive Vice President Therapeutic Research bei Nuvisan und Leiter des Programms. Man freue sich, die Zusammenarbeit mit der Gates Foundation fortzusetzen und mehrere Projekte im Bereich der Empfängnisverhütung weiterzuentwickeln.

Auch Charlotte Kopitz, Präsidentin Discovery Research bei Nuvisan, betonte die Bedeutung des Programms. Das Unternehmen wolle seine Kompetenzen in der Wirkstoffforschung und Frauengesundheit einbringen, um eine neue Generation von Verhütungsmitteln bis zur präklinischen Entwicklung voranzubringen.

Nicht-hormonelle Verhütungsmethoden gelten seit Jahren als ein Forschungsfeld mit hohem medizinischem Bedarf. Ziel ist es, Alternativen zu etablierten hormonbasierten Präparaten zu entwickeln und damit mögliche hormonbedingte Nebenwirkungen zu vermeiden. Der Bereich gilt jedoch seit Jahren als vernachlässigt und unterfinanziert. Die Förderung zählt zu den größeren öffentlich bekannt gewordenen Forschungszuschüssen der Gates Foundation im Bereich reproduktiver Gesundheit und ist daher auch ein Signal dafür, dass hier wieder mehr Innovationspotenzial gesehen wird.

SIE MÖCHTEN KEINE INFORMATION VERPASSEN?

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter