Die Sandoz AG liefert zum ersten Quartal einen kräftigen Anstieg des Umsatzes, der nur durch Währungseinflüsse nicht ganz so groß erscheint. Doch ein Plus von 18% im Biosimilarsegment ist ein deutliches Signal, dass dieser Bereich überproportional an Bedeutung gewinnt. Wenn da nicht die leidige Erstattungsfrage wäre, das Thema automatische Substitution und die Konkurrenz aus Asien. Noch dazu kommen Indien und China auch räumlich immer näher und bringt Biosimilars ‚made in Asien‘ unter deutscher Niederlassungsflagge in die Kostendebatte ein.
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Seit Mitte April ist Dr. Simon Bulling Chief Operating Officer der Berliner ProBioGen AG.
Die Originalhersteller werden gejagt. Von Biosimilarentwicklern und ihren Herstellungs- und Vermarktungspartnern. Dort treten auch Konkurrenzsituationen untereinander auf, doch gleichzeitig gibt es mannigfaltige Verflechtungen, die Abhängigkeiten und Wettbewerbsvermeidungsstrategien vermuten lassen.
Evotec weist in seinem Quartals- und 9-Monatsbericht einige Minuszeichen auf, lässt sich davon aber nicht die Laune verderben, denn gleichzeitig wurde der angekündigte Deal mit Sandoz über den Verkauf des Produktionsstandortes Toulouse unter Dach und Fach gebracht. Hoffnung machen bald anstehende, erwartete klinische Fortschritte bei Partnern, von denen die Hamburger profitieren werden.
Der Biosimilarmarkt ist kräftig in Bewegung. Trotz aller Unsicherheiten der Entwicklungen des US-amerikanischen Pharmamarktes ist gerade für die Entwickler der biopharmazeutischen Nachahmerprodukte noch immer der Marktzugang in die Vereinigten Staaten das große Ziel. Der Weg dorthin ist von regulatorischen, aber immer stärker auch von juristischen Hürden geprägt, die von den Originalherstellern in den Weg gestellt werden. Die Münchner Formycon hat einige dieser Hürden in den USA übersprungen, dafür haben die Gegner neue Steine auf dem Weg zum europäischen Markteintritt aufgetürmt.
Die Herbstsitzung des Arzneimittelausschusses der EMA brachte die Zulassungsempfehlung für 14 neue Medikamente. Doch wirklich neu davon sind eigentlich nur vier. Die große Mehrheit sind Biosimilars.
Der globale Generika- und Biosimilarhersteller Sandoz eröffnete ein neues Bioassay-Labor in Holzkirchen zur funktionellen Charakterisierung von Biosimilars. In das Early Translational Sciences (ETS) Bioassay-Labor waren 30 Mio. Euro investiert worden.
Die Anleiheemission der Formycon AG konnte erfolgreich am Kapitalmarkt platziert werden. Ursprünglich war ein Volumen von 50 Mio. Euro vorgesehen; aufgrund hoher Nachfrage wurde dieses auf 70 Mio. Euro aufgestockt und die Bezugsfrist reduziert, da die Zielregion schneller erreichbar erschien. Dennoch blieben einige Interessensbekundungen wegen Überzeichnung unberücksichtigt.
Das Generika- und Biosimilarunternehmen Sandoz hat an seinem deutschen Standort Holzkirchen Millionen in ein neues Analytik-Labor investiert. Dieses konnte nun nach zweijähriger Bauzeit eröffnet werden.
Der Formycon-Konzern hat im ersten Quartal 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 17,7 Mio. Euro (Q1/2023: 32,4 Mio. Euro) erwirtschaftet. Diese liegen unter dem Vorjahreswert, bewegen sich aber im Rahmen der Planung, da es im vergangenen Jahr auch eine Sonderzahlung gegeben habe. Die Biosimilarentwickler aus Martinsried bei München haben Produkte auf dem Markt und weitere in fortgeschrittener Phase, sehen sich für die Zukunft gut gerüstet und wünschen sich mehr Verständnis für den hochkompetitiven, aber attraktiven Sektor.

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