Schlagwortarchiv für: Wien

Beim BIOTECH SUMMIT AUSTRIA in Innsbruck Mitte Oktober ging es um mehr als wissenschaftliche Exzellenz: Wie werden aus guten Forschungsergebnissen international wettbewerbsfähige Unternehmen? Und woher kommt das Kapital für den nächsten Wachstumsschritt? Der Zuspruch zur Veranstaltung war erneut rekordverdächtig.

Mit zwei neuen Forschungszentren will die Medizinische Universität Wien die Verbindung von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Patientenversorgung am MedUni Campus AKH deutlich enger knüpfen. Anfang Oktober wurden das Center for Translational Medicine (CTM) und das Eric Kandel Institute – Center for Precision Medicine (CPM) offiziell eröffnet. Beide Gebäude sind über Brücken direkt mit dem Universitätsklinikum AKH Wien verbunden. Insgesamt wurden dafür auch mit europäischen Geldern über 200 Mio. Euro investiert.

Rund anderthalb Jahre nach seiner Seed-Finanzierung hat das im Wiener Vorort Klosterneuburg ansässige TechBio-Unternehmen Graph Therapeutics seine Finanzierung auf insgesamt mehr als 10 Mio. US-Dollar ausgebaut. Eine neue Runde über 5 Mio. US-Dollar soll den Übergang von der Technologieplattform zur eigenen Wirkstoffentwicklung beschleunigen.

Schlagzeilen produzieren derzeit Kooperationen oder gar Firmenübernahmen im Bereich der Degrader und der zielgerichteten Technologieplattformen, die den zelleigenen Proteinabbauweg über Ubiquitin nutzen, oder darüber hinaus andere Möglichkeiten finden, ein Zielmolekül nicht nur zu inhibieren, sondern abzubauen oder zu destabilisieren, um seine Überproduktion in den Griff zu bekommen. |transkript hat sich dazu im DACH-Raum umgesehen und führte ein Gespräch mit Bernd Boidol, Ph.D., CEO des Wiener Start-ups Proxygen.

Das australische Medizintechnikunternehmen 4DMedical hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des Wiener HealthTech-Start-ups contextflow GmbH unterzeichnet. Mit der Akquisition bauen die Australier ihre Präsenz auf dem europäischen Markt deutlich aus und erweitern ihre Portfolio für KI-gestützte Lungenbildgebung.

Was als Brückenschlag zwischen Forschung und Markt gedacht war, galt in der Branche von Beginn an als waghalsig – nicht zuletzt, weil der Boom rund um spezialisierte Laborflächen seinen Höhepunkt bereits überschritten hatte. Nun ist das Wiener Biotech-Start-up Carl Labs GmbH (ehemals Abundance) insolvent.

Während beim „großen Bruder“ Deutschland die Biotechnologietage mit großen Worten der Politik (weltweit innovativster Standort) noch liefen, traf sich die österreichische Szene zum fünften Biotech Circle in der Wiener Börse. Auch dort sprach die Politik der Branche eine große Bedeutung in der neuen Landeswirtschaftsstrategie zu. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wollen die Akteure nach den schönen Worten nun aber auch Taten sehen.

Unterstützung aus Italien für die Wiener Proxygen. Eine erfahrene Wissenschaftlerin im Bereich der Degrader wird neue CSO.

VALANX Biotech hat in einer Serie A-Finanzierungsrunde 3 Mio. Euro erhalten, um ein ADC gegen das Zielmolekül LIV-1 bei dreifachnegativem Brustkrebs voranzubringen. Noch befinden sich die Entwicklungen im präklinischen Stadium. CEO Michael Lukesch hat mit |transkript über den bisherigen Weg gesprochen.

Die Wiener nyra health konnte in einer Finanzierungsrunde 20 Mio. Euro einwerben. Das Geld soll in die Weiterentwicklung der KI-basierten Plattform für Neurotherapie und die weitere Marktdurchdringung im DACH-Raum fließen.