Oft wird beklagt, dass der deutsche Mittelstand Innovationen aus den vielen Life-Sciences-Start-ups der Republik zu zögerlich aufnimmt. Die Kooperation von Bürkert und Green Elephant Biotech (Gießen) zeigt, dass es auch recht schnell gehen kann.
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Die Geschäftszahlen der hessischen Brain Biotech AG zünden nicht gerade ein Feuerwerk der guten Botschaften, doch die leichten positiven Trends sprechen zumindest für eine Stabilisierung. Die größten Hoffnungsträger hat der Entwickler und Hersteller von Enzymen nun im Bereich von Pharma, die Beteiligungen in diesem Bereich helfen über Meilensteine der Bilanz.
Die Sandoz Group AG hat im Geschäftsjahr 2025 den Nettoumsatz auf rund 11,1 Mrd. US-Dollar und damit um Plus 13% gesteigert. Grund seien die Biosimilarprodukte. Für 2026 rechnet Sandoz mit einem Umsatzwachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich sowie einer weiteren Expansion der Kern-EBITDA-Marge, unter anderem gestützt auf neue Biosimilar-Markteinführungen.
Die hessische Brain Biotech AG legt neue Geschäftszahlen vor, die laut Unternehmen in einzelnen Geschäftsfeldern eher einen „langsamen Start ins Jahr“ widerspiegeln. Nüchtern betrachtet ist der Umsatz jedoch zum Vergleichszeitraum um 9% zurückgegangen, während sich durch interne Sparprogramme dennoch das bereinigte EBITDA auf eine schwarze Null gegenüber roten Zahlen verbessert hat. Große Hoffnung wird auf eine Beteiligung im Bereich Wundheilung gesetzt, wo klinische Daten einen „Durchbruch“ erwarten lassen.
Die U.S. Food and Drug Administration hat zwei IND-Anträge der Berlin-Würzburger Pentixapharm Holding AG genehmigt und den Start einer klinischen Phase I/II-Studie im CXCR4-basierten Theranostik-Programm („Study May Proceed“) ermöglicht.
Die Formycon AG (München) meldet positive pivotale Pharmakokinetik-Daten für den Keytruda®-Biosimilar-Kandidaten FYB206 (Pembrolizumab). Die pharmakokinetische Äquivalenz zum Referenzpräparat wurde erreicht. Formycon bereitet nun die Zulassungsdossiers vor, um das Biosimilar nach Patentablauf (2030) marktbereit zu haben. Keytruda macht 30 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz.
Als Co-Investor der 25 Mio.-US-Dollar-Runde in der Serie B macht die Beiersdorf AG deutlich, dass Künstliche Intelligenz auch für die Hautpflegeforschung strategisch an Bedeutung gewinnt. Das Hamburger Unternehmen beteiligt sich über seine Venture-Einheit an dem aus Budapest heraus gegründeten und mittlerweile auch in London (UK) ansässigen KI-Biotech Turbine.
Die Patentklippe der drohenden Umsatzverluste wurde kürzlich von Goldman Sachs Research thematisiert, die schätzten, dass bis 2030-2035 durch Patentabläufe die Größenordnung von 600 Mrd. US-Dollar aus den Bilanzen verschwinden dürfte. Besonders betroffen davon seien Abbvie, Pfizer und Gilead. Und nun kauft Gilead für 7,8 Mrd. US-Dollar die Zelltherapiefirma ArcellX.
Die Wiener nyra health konnte in einer Finanzierungsrunde 20 Mio. Euro einwerben. Das Geld soll in die Weiterentwicklung der KI-basierten Plattform für Neurotherapie und die weitere Marktdurchdringung im DACH-Raum fließen.
Die Mehrzweck-Demonstrationsanlage BioCampus MultiPilot soll Anfang 2027 in Betrieb gehen. Damit geht das bayerische Leuchtturmprojekt in die nächste wichtige Phase. Aus diesem Grund wurde Peter Dettelmann Anfang dieses Jahres neuer Geschäftsführer der BioCampus Straubing GmbH.

Konzeptstudie, Green Elephant/Barski Design
BRAIN Biotech AG
by the Society of Nuclear Medicine (Buck AK, Grigoleit GU, Kraus SK, Schirbel A, Heinsch M, Dreher N, Higuchi T, Lapa C, Hänscheid H, Samnick S, Einsele H, Serfling SE, Werner RA. C-X-C Motif Chemokine Receptor 4-Targeted Radioligand Therapy in Patients with Advanced T-Cell Lymphoma. J Nucl Med. 2022), Uniklinikum Würzburg
Beiersdorf AG
nyra health
Veronika Zollner