Der US-amerikanische Pharmakonzern Pfizer verkauft seine letzten BioNTech-Anteile. Pfizer benötigt Liquidität für teure Übernahmen wie die von Metsera Inc. für 10 Mrd. US-Dollar. BioNTech agiert bereits seit geraumer Zeit eigenständig und immer unabhängiger vom Impfstoffsektor. Der Ausstieg ist daher weniger ein strategisches Signal, sondern hilft Pfizer finanziell.
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Trotz schwieriger Lage in der Biotech-Szene gelingen in einzelnen Konstellationen durchaus beachtliche Finanzierungsrunden. Die Münchner Tubulis hatte dies mit der rekordhohen Serie C-Runde gezeigt, doch auch in Berlin fand die Firma 4TEEN4 Pharma kürzlich zusätzliche Millionen. Nun hat ebenfalls in Berlin die Zelltherapie-Firma Captain T Cell, Ausgründung des Max-Delbrück Centrums, eine Finanzierungsrunde über mehrere Mio. Euro abschließen können, obwohl der Zelltherapie-Sektor als besonders schwierig angesehen wird. Ob hierbei schon das Netzwerk des Berliner Bayer Co.Labs eine positive Rolle spielte?
Der Börsenkurs nimmt eine kurze Talfahrt bei der Mainzer BioNTech. Grund dafür ist der paketweise Aktienverkauf durch Impfstoffentwicklungspartner Pfizer Inc. Dieser hat gerade aktuen Geldbedarf, da seine Übernahme der US-amerikanischen Firma Metsera Inc. durch einen Bieterwettstreit mit der dänischen Novo um rund 3 Mrd. US-Dollar teurer geworden ist, als ursprünglich geplant. Der BioNTech-Kurs hat sich bei rund 90 Euro wieder stabilisiert.
Die Virometix AG in Schlieren schloss eine Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Mio. US-Dollar mit bestehenden Aktionären ab. Das frische Geld fließt in die Weiterentwicklung von V-212, einem serotypunabhängigen Pneumokokken-Impfstoff in der Phase I-Prüfung, und in weitere Verbesserungen der SVLP-Plattform (Synthetic Virus-Like Particle) des Schweizer Unternehmens.
Der Aufsichtsrat hat entschieden: Die Siemens AG wird sich aus dem Medizintechnikgeschäft zurückziehen, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. 30 Prozent der Anteile, die Siemens an der Tochter Healthineers hält, sollen an die eigenen Aktionäre verkauft werden.
Eine aktuelle Studie zeigt, wie Robotik die Versorgungsqualität verbessert und Personal entlastet. Der Industrieverband SPECTARIS und die Messe Düsseldorf veröffentlichten die Publikation im Vorfeld der MEDICA 2025.
4TEEN4 Pharma: Die aufgestockte Finanzierungsrunde über 55 Mio. Euro für einen Antikörperwirkstoff bei kardiogenem Schock wirft ein neues Licht auf die Sepsis-Kompetenz im Reich von Andreas Bergmann in Hennigsdorf.
Die Formycon AG (Planegg-Martinsried) bestätigt die Prognose für 2025 trotz leicht rückläufiger Umsätze. Das Biosimilar-Geschäft mit FYB202 (Stelara®) wächst, neue Partnerschaften stärken die Marktposition. Pipeline-Fortschritte bei FYB201, FYB203 und FYB206 verlaufen nach Plan. Für das laufende Jahr werden rote Zahlen erwartet, ein positives EBITDA ab 2026.
Großbritannien legt einen Fahrplan zum Ausstieg aus Tierversuchen vor: Bis 2026 sollen Tests zu Haut- und Augenreizung enden, ab 2027 werden tierversuchsfreie Verfahren auch bei Botox-Tests Pflicht, bis 2030 soll der Einsatz von Hunden und Affen in der Forschung sinken. 60 Mio. Pfund fließen in Alternativmethoden wie Organ-on-a-Chip, KI und 3D-Bioprinting.

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