Roche wächst gegen den Trend und sieht sich mit 700 Mio. Euro Investitionen in Deutschland als einen Stabilitätsanker für die deutsche Wirtschaft. Der Gesamtumsatz stieg um 4,7 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Einen Fokus legt Roche neben vielen Wirkstoffen in der Onkologie auf Alzheimer, zuerst in der Diagnostik, aber auch in der Therapie mit einem neuen Antikörper – in Penzberg erfunden – der besser ins Gehirn gelangt und dort einen viel größeren Wirkungsgrad erreichen kann als andere derzeitige Wirkstoffe.
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Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Mitte Februar eine wichtige Entscheidung getroffen. Er sieht für den Amyloid-Antikörper Lecanemab keinen Beleg für einen Zusatznutzen. Die Entscheidung löste eine Debatte aus. |transkript.de dokumentiert zwei Expertenmeinungen: Prof. Dr. Gabor Petzold, Direktor für klinische Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) unterstützt die Antikörper-Theorie, während Prof. Dr. Harald Schmidt, viele Jahre Leiter des Lehrstuhls für Pharmakologie an der Universität Maastricht (NL), der Meinung ist, dass die derzeit favorisierten therapeutischen Ansätze gar keinen positiven Effekt bringen könnten.
Ein vorläufiger Rekrutierungsstopp in einer gemeinsamen Alzheimer-Studie von Johnson & Johnson und dem Schweizer Biotech-Unternehmen AC Immune sorgt für offene Fragen. Ob die Unterbrechung auf generelle Schwierigkeiten bei der Patientenrekrutierung oder auf Aspekte der Anwendung des Prüfpräparats zurückzuführen ist, bleibt bislang unklar.
Weltalzheimer-Tag. Neue Impulse in der Alzheimer-Forschung: Von oralen Wirkstoffen bis zu Hightech-Antikörpern erweitert sich das Arsenal über die aktuell zugelassenen Pionier-Antikörper deutlich hinaus.
Das Schweizer Unternehmen AC Immune SA (Lausanne, NASDAQ: ACIU) gab heute bekannt, dass die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) dem Unternehmen den Fast-Track-Status für seinen Anti-Amyloid-Beta-Impfstoff gegen die Alzheimer-Krankheit zuerkannt hat.
Zu dem im Juni 2021 in den USA zugelassenen ersten Anti-Amyloid-Antikörper Aducanumab (Aduhelm) von Biogen, dessen Datenlage nicht alle Experten überzeugte, folgte Anfang 2023 die Zulassung von Lecanemab (Leqembi) aus der Kooperation von Biogen und Eisai, die allgemein als wirklicher Beweis gewertet wurde, dass die Entfernung der Beta-Amyloide den Verlauf der Alzheimererkrankung positiv beeinflussen kann. Nun dürfte als dritte Zulassung ein weiterer gegen das ß-Amyloid gerichteter Antikörper folgen: Donanemab von Eli Lilly – ein Türöffner auch für die Alzheimer-Projekte aus Deutschland und der Schweiz?
Mitte Januar hat die betasense GmbH um Gründer Prof. Dr. Klaus Gerwert, Inhaber des Lehrstuhls Biophysik an der Fakultät für Biologie und Biochemie der Ruhr-Universität, mit der feierlichen Schlüsselübergabe ihre neue Niederlassung im BioMedizinZentrum (BMZ) in Bochum bezogen. Der von der Firma entwickelte Infrarotsensor soll die Frühdiagnose revolutionieren. Ebenfalls an Bord: ein Mitgründer von SAP.
Auch im zweiten Anlauf scheitert der von Roche in einer Phase III-Studie untersuchte Antikörper aus der Kooperation mit Morphosys.
Der Biogen-Aktienkurs schießt um über 70% in die Höhe, da langersehnte Studiendaten eines neuen Antikörpers bei immerhin knapp einem Drittel der Patienten eine Verlangsamung des Gedächtnisschwundes bewirkt haben sollen. Im Schlepptau wird nahezu jede Alzheimer/Neuro-Firma mit sattem Aufschlag gehandelt.
Die Schweizer Neurimmune erhält 30 Mio. US-Dollar Vorauszahlung und potentielle Meilensteinzahlungen bis zu 730 Mio. US-Dollar sowie Lizenzgebühren von der bei "seltenen Erkrankungen" aktiven ehemals eigenständigen Alexion, die nun zum AstraZeneca-Verbund gehört.

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