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Basel wird als Innovationszentrum auch aus der deutschen Perspektive immer attraktiver: Die Leverkusener Bayer AG eröffnet dort ein weiteres Bayer Co.Lab und stärkt damit sogleich den Innovationsaustausch der Schweizer Start-ups mit der Ostküste der USA.

Die Region Basel zieht Bilanz zum Ansiedlungs- und Gründungsgeschehen des vergangenen Jahres. Mehr als einhundert neue Unternehmen finden sich in der Stadt und den angrenzenden Kantonen. Die große Mehrheit ist im Bereich Life Sciences aktiv.

Die deutsch-schweizerische BioCopy GmbH hat eine Finanzierungsrunde über rund 8 Mio. Euro abgeschlossen, sieht das aber nur als Zwischenschritt. Mit dem in vielen Jahren entwickelten und mit Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz verfeinerten spezifischen Antikörperscreening für Peptid-HLA-Komplexe will das Biotechnologie-Unternehmen selbst Therapeutika gegen Krebs auf den Markt bringen, erläutert der CEO gegenüber |transkript.de.

Die Schweizer Roche platziert einen weiteren Milliarden-Deal in das Feld der Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Entwickler, diesmal im Vereinigten Königreich bei Oxford BioTherapeutics.

Mit einem Fünf-Milliarden-Kooperationsdeal von Roche mit der dänischen Zealand Pharma setzen die Schweizer ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Übergewicht. Mit der gewaltigen Vorabzahlung von über 1,6 Mrd. US-Dollar, von denen 1,4 Mrd. sofort in bar ausgezahlt werden, dürfte diese exklusive Kooperation einen neuen Rekord markieren. Insgesamt können bei der weiteren erfolgreichen Entwicklung des umworbenen Wirkstoffes Petrelentide zusätzliche Meilensteinzahlungen in Höhe von rund 4 Mrd. US-Dollar fällig werden. Der gerade noch absinkende Kurs von Zealand schießt raketenartig in die Höhe.

Eine neue Peptid-Fabrik will das CDMO-Unternehmen Corden Pharma in Muttenz in der Region Basel bauen und dafür rund 500 Mio. Euro investieren. Ab 2027 sollen dort 300 Mitarbeiter ihre neuen Arbeitsplätze beziehen.

Aufatmen in Basel: Idorsia Pharmaceuticals, das Nachfolgeunternehmen der Actelion-Gründer Clozel, kann eine drohende Rückzahlungsverpflichtung der Anleihe über 200 Mio. Franken auf den Herbst des Jahres verschieben. Die Mehrheit der Gläubiger macht mit und verschafft dem Unternehmen damit die Chance, neues Geld für die Begleichung der Anleihe aufzutreiben.

Der Plan ist aufgegangen, die Basler Biotech-Firma BioVersys AG, die neue Antibiotika entwickelt, ist an die SIX Swiss Stock Exchange gegangen. Dabei wurden wie geplant alle angebotenen Aktien zu je 36 CHF sowie weitere Zuteilungsoptionen erfolgreich platziert. Der Gesamterlös liegt bei rund 80 Mio. CHF. Der Hauptkandidat eines neuartigen Antibiotikums, BV100, soll nun gemeinsam mit Partner GSK schneller durch die klinische Entwicklung marschieren.

Von Krise im Gründungsgeschehen keine Spur in Zürich. Die ETH Zürich bleibt auch 2024 ganze vorne mit 37 Gründungen. Zwar ist das kein neuer Rekord nach dem Höchststand im Jahr 2023 mit 43 Gründungen, aber im langjährigen Vergleich der zweitbeste Wert. Die stärksten Bereich der Gründungen sind KI/Informatik und Biotechnologie/Pharma.

Der Börsengang der Bioversys AG an die Schweizer SIX Swiss Exchange nimmt konkrete Formen an und ist mit dem heute publizierten öffentlichen Angebot (IPO) auch von der Größenordnung für die Firma aus dem Antibiotika-Sektor beachtlich. Mit einem Preis von rund 36 CHF je Aktie und der Ausgabe von rund zwei Millionen Aktien sowie einiger weiterer bei übergroßer Nachfrage errechnet sich die Firmenbewertung auf über 210 Mio. CHF. Solche Zahlen waren im Bereich der Antibiotikaentwickler schon lange nicht mehr zu sehen. Der erste Handelstag der Papiere soll der 7. Februar sein.