Der Schweizer Pharmakonzern vereinbart mit der chinesischen Hansoh Pharma eine weitere, vertiefte ADC-Partnerschaft mit potenziellen Meilensteinzahlungen von mehr als 15 Mrd. US-Dollar. Dies geschieht in einer gemischten Nachrichtenlage: Während China seine Biotech-Technologien stärker vor dem Abfluss ins Ausland schützen will, liegen neue Investitionsentscheidungen von Roche in Deutschland vorerst auf Eis.
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Die vermeintliche Sommerpause ist vorbei, auch da war Einiges los, im September aber trudelten viele weitere Meldungen aus der DACH-Region bei uns ein, die eine Beachtung mindestens in Kurzformm wert sind. Manches davon haben wir in den ausführlicheren Berichten auch von mehreren Seiten beleuchtet.
Mit einem neuen Forschungs- und Gründerzentrum will Dortmund seine Position als Standort für Wirkstoffforschung weiter ausbauen. Anfang Oktober wurde auf dem Wissenschafts- und Technologiecampus das Zentrum für integrierte Wirkstoffforschung Dortmund (ZIW) eröffnet. Die 3.600 m² große Erweiterung des Biomedizin Zentrums Dortmund (BMZ) bringt Labor- und Büroflächen für Biotech- und Life-Science-Unternehmen und fügt sich in ein Ökosystem ein, das in Dortmund bereits deutlich weiter entwickelt ist, als es der Neubau allein vermuten lässt.
Bayer baut seine Pharmaaktivitäten in den USA weiter aus. Der Konzern will 2,2 Mrd. US-Dollar in einen neuen Produktionsstandort in New Albany, Ohio, investieren. Trotz der Milliarden, die der Leverkusener Konzern in den USA investiert, sieht man das globale Hauptquartier der Pharma-Division weiterhin Berlin.
125 Mio. US-Dollar zahlt Novartis für die Brain-Delivery-Plattform von Sironax. Nach einem Deal mit SciNeuro und dem Zugang zu weiteren Shuttle-Technologien entsteht bei dem Schweizer Pharmakonzern ein breites Instrumentarium, um Wirkstoffe ins Gehirn zu bringen.
Der französisch-amerikanische KI-Spezialist Owkin lizenziert seinen „AI Scientist“ K Pro samt multimodaler Patientendaten an Boehringer Ingelheim. Die Vereinbarung zeigt, wie Pharmaunternehmen agentenbasierte KI zunehmend direkt in ihre Forschungsprozesse integrieren.
Ruhiger Sommermonat? Diese Zeiten sind in den globalen Weiten der Firmenuniversen einigermaßen vorbei. Zumindest im Nachrichtenstrom spürt man kaum ein Nachlassen, doch sicherlich heben sich manche Unternehmen die richtigen Knaller-News für nach dem Sommerloch auf. Doch die Einschätzung, was ein Knaller ist, liegt ja weiterhin im Auge des Betrachters.
Der neue Vorstandsvorsitzende der Qiagen N.V., Jonathan „Jon“ Pratt, konnte mit seiner Führungserfahrung bei Waters, Pall und Beckman Coulter überzeugen. Er folgt auf Thierry Bernard, der fast sieben Jahre die Geschicke des deutschen Biotechpioniers lenkte. Zuletzt waren diesem Missmanagment und wohl eine private Liaison im Unternehmen (laut Manger Magazin) vorgeworfen worden.
QIAGEN bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Jonathan M. „Jon“ Pratt übernimmt den Posten zum 1. September 2026.
Roche baut die Produktionskapazitäten in den USA weiter aus. Die US-Tochter Genentech will rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage in Oregon stecken. Lokale Beobachter freuen sich über die neuen „echten“ Jobs.

Jean Jaques Schaffner / Basel Area Business & Innovation
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Foto: Sabrina Richmann
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Qiagen
Qiagen N.V.
Genentech; aus B-roll-Medienmaterial