Schlagwortarchiv für: Biotech

Mit einer ersten Tranche von 50 Mio. US-Dollar in der Series-B-Finanzierung und einer Vermarktungspartnerschaft mit MEDICE sichert sich HMNC Brain Health frisches Kapital für seine Depressionsprogramme. Die Finanzierung markiert einen wichtigen Meilenstein für das Münchner Unternehmen – fast zehn Jahre nach seinen ersten großen Ambitionen in der Präzisionspsychiatrie.

Das aus der Forschung des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) hervorgegangene Onkologieunternehmen Veraxa Biotech hat den Zusammenschluss mit der SPAC-Gesellschaft Voyager Acquisition Corp. abgeschlossen und wird seit dem 11. Juni unter dem Kürzel VRXA an der Nasdaq gehandelt (ganz offiziell heute ab 15.30 Uhr Ortszeit). Für das Unternehmen mit Wurzeln im Raum Heidelberg markiert der Schritt den Übergang vom Forschungsunternehmen zum börsennotierten Biotech-Entwickler.

Die Ankündigungen kommen nahezu zeitgleich und senden ein deutliches Signal an Politik und Branche: Sowohl der US-Pharmakonzern Eli Lilly als auch Boehringer Ingelheim stellen geplante Investitionen in Deutschland infrage und verweisen dabei auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.

Viel los war im Wonnemonat Mai, doch nicht alles davon hinterließ eine gute Stimmung, wenn man nur einmal an die Standortschließungen von BioNTech denkt, die viel negativen Nachhall erzeugten. Doch die Übersicht liefert eine größere Bandbreite an Meldungen.

Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

Das Life-Science-Portfolio von Earlybird Venture Capital ist kein Portfolio eines klassischen Biotech-Investors. Es ist vor allem über den dedizierten Health-Fonds organisiert und investiert gezielt in Biopharma, Diagnostik, Medtech und Digital Health in Europa und auch einmal in den USA. Nun konnte der in fast drei Jahrzehnten größte Frühphasenfonds geschlossen werden und auch die übervorsichtigen Versicherungen sind dabei.

Das Münchner Biotechnologie-Unternehmen mbiomics GmbH sichert sich weitere 12 Mio. Euro und erweitert damit die Serie A aus dem Jahr 2023 und eine spätere Aufstockung auf insgesamt 30 Mio. Euro für mikrobiombasierte Therapeutika. Mit MBX-116 startet bald der Schritt in die Klinik. Ziel ist es, komplexe lebende Bakterienkonsortien erstmals skalierbar als Arznei nutzbar zu machen – ein Schlüsseltest für die Mikrobiomforschung.

Evonik investiert 80 Mio. Euro in seine Fermentationsanlage in der Slowakei. Damit wird der Konzernumbau mit einem massiven Investment in Biotechnologie vorangetrieben. Neben den Spinnenseidenproteinen von Amsilk soll der Standort ein breiteres CDMO-Angebot für die Pharmaindustrie bereithalten. Die Aktie legte seit Jahresbeginn zwar zu, doch die Analysten sind noch uneinig, ob die Richtung nachhaltig nach oben anhalten wird.

Während beim „großen Bruder“ Deutschland die Biotechnologietage mit großen Worten der Politik (weltweit innovativster Standort) noch liefen, traf sich die österreichische Szene zum fünften Biotech Circle in der Wiener Börse. Auch dort sprach die Politik der Branche eine große Bedeutung in der neuen Landeswirtschaftsstrategie zu. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wollen die Akteure nach den schönen Worten nun aber auch Taten sehen.

Der Göttinger Life-Science-Konzern Sartorius AG ist mit Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 7,5 Prozent auf 899 Mio. Euro zu, getragen vor allem vom stabilen Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Die operative Marge blieb mit knapp 30 Prozent bemerkenswert robust – trotz geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Zollbelastungen.