
Nachschlag für Nuclidium: Finanzierungsrunde erreicht 115 Mio. Euro
Die Basler Nuclidium AG erhält einen Nachschlag zu ihrer laufenden Serie B-Finanzierungsrunde und kann diese damit auf insgesamt rund 115 Mio. Euro ausweiten. Das Theranostik-Unternehmen nutzt Kupfer-Isotope sowohl für die diagnostische Bildgebung als auch die Therapie.
Das Schweizer Radiopharma-Unternehmen Nuclidium hat seine Serie B-Finanzierungsrunde aus dem vergangenen Jahr mit einer überzeichneten Erweiterung um 26,4 Mio. Schweizer Franken abgeschlossen und damit insgesamt 105 Mio. Franken (etwa 115 Mio. Euro) eingesammelt. Die Runde wurde von den bestehenden Investoren Kurma Growth Opportunities Fund, Angelini Ventures gemeinsam mit der EIB-Koinvestitionsfazilität Aurea, Wellington Partners und Neva SGR (Intesa Sanpaolo Group) angeführt. Zudem beteiligten sich DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Bayern Kapital, Vives Partners und NRW.Bank.
Kupfer ist das neue Gold
Mit dem frischen Kapital will die Nuclidium AG die klinische Entwicklung seiner kupferbasierten Radiotheranostika beschleunigen. Im Fokus stehen dabei die Programme NU101 gegen metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs sowie NU201 gegen metastasierten Brustkrebs, die noch in diesem Jahr in therapeutische Phase-I/IIa-Studien starten sollen. Darüber hinaus plant das Unternehmen den Ausbau seines globalen Produktions- und Liefernetzwerks für Diagnostika und Therapeutika sowie die Entwicklung weiterer Zielmoleküle für präklinische Programme.
Die Nuclidium AG setzt auf ein theranostisches Konzept auf Basis der Kupferisotope Kupfer-61 für die Diagnostik und Kupfer-67 für die Therapie. Das Unternehmen sieht darin Vorteile gegenüber bestehenden Radioliganden – sowohl bei der klinischen Leistungsfähigkeit als auch bei Produktion und Integration in klinische Abläufe. Nach Angaben des Unternehmens zeigen die laufenden Phase I/II-Diagnostikstudien eine „positive Dynamik“ für den Ansatz.
Interesse an Radiopharmazie ist ungebrochen
„Radiopharmazeutika gehören derzeit zu den attraktivsten Wachstumsfeldern in der Onkologie“, erklärten die beteiligten Investoren. Nuclidium habe sich mit seinem kupferbasierten Ansatz klar differenziert und verfüge über das Potenzial, die direkte Verbindung von Diagnose und Therapie in der Onkologie weiter voranzutreiben.
Ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die erfolgreiche Überzeugungsarbeit bei den Investoren ist, dass Nuclidium-CEO Leila Jaafar Kernenergie-Ingenieurin ist und sehr genau weiß, wovon sie spricht.

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