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Lonza baut in den USA weiter aus
Die Schweizer CDMO Lonza baut in Bend, Oregon (USA), eine kommerzielle Anlage zur Sprühtrocknung von Arzneistoffen. Zwei Einheiten sollen ab 2029 die Kapazitäten für Spray-Dried Dispersions erweitern und Lonza zum führenden US-CDMO für diese Technologie machen. Die Investition schafft mit Produktionsstart rund 80 Arbeitsplätze und soll regionale Lieferketten stärken. ■
Förderung für Österreichisch-Schwedische Partnerschaft bei Herz-Organoiden
Die Wiener Organoid-Spezialisten HeartBeat.bio und Cubase Bio (Schweden) erhalten rund 1 Mio. Euro aus dem Eurostars-Programm für FACTS-3D. Ziel ist eine skalierbare 3D-Raumtranskriptomik für Herzorganoide, um Mechanismen der Myokardfibrose zu untersuchen und Wirkstoffentwicklung bei Herzinsuffizienz zu verbessern. Beteiligt sind Österreichs FFG und Schwedens Vinnova. ■
ProBioGen und Transgene bauen ihre Zusammenarbeit aus
Die französische Transgene erhält eine weitere Lizenz für ProBioGens AGE1.CR.pIX-Suspensionszelllinie zur Virusproduktion. Die GMP-qualifizierte, chemisch definierte und tierkomponentenfreie Zellplattform aus Berlin soll eine reproduzierbare, skalierbare Herstellung ermöglichen und Transgenes Produktionskapazitäten für künftige klinische Anwendungen stärken. ■
Geldregen für BRAIN aus Phase III-Erfolg von Pharvaris
BRAIN Biotech erhält 11,51 Mio. Euro von Royalty Pharma, nachdem Pharvaris mit Deucrictibant in Phase III überzeugende Daten erzielt hat. Der Wirkstoff wurde ursprünglich bei BRAINs Tochter AnalytiCon Discovery in Potsdam entwickelt und 2016 an Pharvaris auslizenziert. Für BRAIN steigt damit die Aussicht auf weitere 96,65 Mio. Euro an erfolgsabhängigen Zahlungen. ■
Allogenetics hat 3,8 Mio. Euro in einer Pre-Series-A-Runde eingeworben
Die Finanzierungsrunde der Allogenetics GmbH aus Hannover über 3,8 Mio. Euro (Pre-Series-A-Runde) wurde angeführt von NBank Capital. Zudem beteiligten sich CARMA FUND und der Life Science Valley Wachstumsfonds. Mit dem Kapital soll ALG-115 für die Organtransplantation bis zur Klinik entwickelt werden. Der Start klinischer Studien ist für Ende 2027/Anfang 2028 geplant. ■
Evotec-Tochter erreicht Klinik mit Antikörper gegen Pockenviren
Just – Evotec Biologics startet eine Phase-I-Studie mit JST-018, einem Antikörpercocktail gegen Orthopoxviren wie Pocken- und Mpox-Viren. Das Programm entstand im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Evotec übernahm die Entwicklung von der Antikörperauswahl bis zur cGMP-Herstellung am J.POD-Standort in Redmond und setzt dabei auf Continuous Manufacturing. ■
NRW.Bank beteiligt sich an Phagenfirma Phagestack
Die NRW.BANK beteiligt sich über NRW.SeedCon an dem 2023 gegründeten Unternehmen aus Pulheim. Nun hat das Biotech-Start-up Phagestack ein eigenes Labor im BioCampus Cologne eröffnet. Phagestack kombiniert Machine Learning, Datenbanken und Laborforschung, um gezielt Bakteriophagen gegen antibiotikaresistente Erreger zu entwickeln und neue Wirkstoffe zu validieren. ■
Artcline schließt Finanzierungsrunde über 3,4 Mio. Euro ab
Die Rostocker Artcline GmbH nutzt das Geld aus der Finanzierungsrunde, darunter 1 Mio. Euro von der MBG Mecklenburg-Vorpommern, um die geplante Markteinführung der Immunzelltherapie ARTICE® gegen septischen Schock Anfang 2027 vorzubereiten. Die Phase III-Studie ReActIF-ICE mit 142 Patienten ist abgeschlossen; die Topline-Daten sollen noch 2026 veröffentlicht werden. ■
Nordrhein-Westfalen setzt mit 200 Mio. Euro Zeichen gegen Krebs
NRW will mit 200 Mio. Euro ein Krebszentrum aus sieben Universitätskliniken und der TU Dortmund bilden. Dort soll Forschung, KI, Wirkstoffentwicklung und Diagnostik vernetzt werden. Für ein einzelnes thematisches Forschungsprogramm eines Bundeslandes ist das eine bemerkenswerte Größenordnung und ein Signal für den wachsenden Stellenwert datengetriebener Onkologie. ■
Drug Delivery wird zum Milliardengeschäft: Novartis kauft in Südkorea
Novartis sichert sich für bis zu 3,2 Mrd. US-Dollar Zugang zu Alteogens Hyaluronidase-Plattform für subkutane Biologika. Dahinter steckt mehr als Patientenkomfort: Delivery-Technologien können bestehende Wirkstoffe neu positionieren, schwer erreichbare Organe wie das Gehirn erschließen und damit zugleich neue Marktchancen und zusätzlichen Patentschutz schaffen. ■
