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Göttingen: Stammzellpflaster bei Herzinsuffizienz
Stammzellforscher Prof. Wolfram Zimmermann, Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Göttingen, testet erstmals auf Stammzellen basierende Herzpflaster an Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz. Die Patches werden aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) hergestellt und bestehen aus Herzmuskel- und Bindegewebszellen. ■
Hessische Landesregierung bei BioSpring: Hessenfonds beschlossen
Die hessische Landesregierung hat eine externe Kabinettsitzung bei BioSpring in Frankfurt am Main genutzt, um den neuen Hessenfonds zu beschließen. Zur Transformation und Innovationshilfe der hessischen Wirtschaft wird dieser mit einem Volumen von einer Milliarde Euro ausgestattet. BioSpring wurde von Ministerpräsident Boris Rhein als Jobmotor der Region gewürdigt. ■
Rentschler schließt Standort in Großbritannien
Strategiewechsel in Laupheim: die CDMO Rentschler Biopharma konzentriert sich auf Biologika und verabschiedet sich aus dem Bereich Gen- und Zelltherapie und der Herstellung und Produktion solcher neuer Wirkstoffe und Therapeutika (ATMPs). Die erst 2021 aufgebaute Niederlassung in Stevenage, UK, soll geschlossen werden. Der Standort in den USA dagegen wird ausgebaut. ■
Zweiter ADC-Wirkstoff von Tubulis in der Klinik
Die Münchner Tubulis startet mit TUB-030, dem zweiten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) aus der firmeneigenen Pipeline, in die klinische Entwicklung. TUB-030 zielt auf das Antigen 5T4 ab und ist mit dem Zellgift Exatecan verbunden. Die Phase I/IIa-Studie 5-STAR 1-01 untersucht Sicherheit und Wirksamkeit bei soliden Tumoren an 130 Patienten in den USA und Kanada. ■
Schweizer Bundesrat für Verlängerung des Gentechnik-Moratoriums
In seiner aktuellen Sitzung hat der Schweizer Bundesrat seine Stellungnahme zum Bericht der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) über die Verlängerung des Gentechnik-Moratoriums verabschiedet. Der Bundesrat empfiehlt nun die Verlängerung um fünf Jahre, bis Ende 2030, statt wie von der WBK-N vorgeschlagen um zwei Jahre. ■
Wissenschaftler finden Aminosäuren auf Asteroid Bennu
Ein Wissenschaftlerteam mit Beteiligung von Forschergruppen aus Deutschland hat den in einem nur Sekunden dauernden Kollisionsmanöver mit einer Raumkapsel eingesammelten Staub des Asteroiden Bennu analysiert. Dabei wurden organische Substanzen, aber auch Aminosäuren entdeckt, die auf dem wasserhaltigen Mutterplaneten als Bausteine von Leben gedient haben könnten. ■
Roche: Plus bei Pharma, Stagnation bei Diagnostik
Die Schweizer Roche (SIX: RO; OTCQX: RHHBY) weist für das vergangene Geschäftsjahr ein Plus in den Konzernverkäufen von rund 7% aus. Während der Pharmabereich bis auf Japan in nahezu allen Weltregionen wächst, weist das zweite Standbein des Konzerns, die Diagnostikasparte, ein schwächeres Jahr aus. Dies läge wesentlich an der Beendigung der COVID-19-Testungen. ■
TME Pharma findet KI-Unterstützung in Bonn
Das Berliner Biotechnologieunternehmen TME Pharma N.V. wird mit dem Bonner Datenanalyse-Start-up aimed analytics GmbH zusammenarbeiten. Dessen KI- und Deep-Learning-Modelle zur Strukturvorhersage sollen für die beschleunigte Entwicklung von Krebstherapien etwa für besonders aggressive Glioblastome genutzt werden, die in der Tumormikroumgebung ansetzen. ■
EU veröffentlicht neuen Wettbewerbskompass
Die EU-Kommission legte ein Strategiepapier zur Industrie- und Forschungspolitik bis 2029 vor. Der „Kompass für Wettbewerbsfähigkeit“ will unter anderem Bürokratieabbau und Vereinfachungen bei Regulierung, die bessere Koordination nationaler Maßnahmen unter den Ländern, ein europäisches Bahnticketsystem, KI und Forschung stärken und eine europäische Gesundheitsunion. ■
Krebsdiagnostik: LIMAA und Labor Becker kooperieren
Das Berliner Biotechnologieunternehmen LIMAA Technologies und der Münchner Labormedizinspezialist Labor Becker haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um eine skalierbare Histopathologie-Plattform zu entwickeln. Dank optimierter Arbeitsabläufe und KI-Bildanalyse soll damit eine schnellere und genauere Krebsdiagnostik ermöglicht werden. ■