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Lonza zeigt starke Zahlen zum Halbjahr
Lonza hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 16% auf 3,4 Mrd. CHF gesteigert und die CORE-EBITDA-Marge auf 34,8% verbessert. Getragen wurde das Wachstum von einer anhaltend hohen Nachfrage nach CDMO-Dienstleistungen über alle Technologieplattformen hinweg. Für 2026 plant der Schweizer Auftragsfertiger weitere Investitionen in ADC-Kapazitäten in Stein (Schweiz). ■
Präklinische Strategie von Veraxa findet Wohlwollen beim PEI
VERAXA Biotech hat vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine positive wissenschaftliche Beratung für sein führendes BiTAC-TCE-Programm erhalten. Das PEI unterstützt die vorgeschlagene präklinische Entwicklungsstrategie der neuartigen bispezifischen Antikörperplattform, die T-Zellen gezielt gegen Tumorzellen aktivieren soll. Die Rückmeldung hilft beim Schritt in die Klinik. ■
Pre-Seed-Millionen für Schweizer Gentherapiefirma Immitra Bio
Das Schweizer Start-up Immitra Bio hat in einer überzeichneten Pre-Seed-Finanzierungsrunde 2,4 Mio. CHF eingeworben. Angeführt wurde die Runde von Backbone Ventures und OCCIDENT. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine In-vivo-Geneditierungsplattform sowie den Leitkandidaten IB-003 gegen eine erbliche Anämie bis zum präklinischen Proof of Concept entwickeln. ■
Samsung Biologics will Schweizer PolyPeptide für 1,8 Mrd. US-Dollar kaufen
Peptidpproduktion treibt M&A: Mit dem Zukauf von Polypeptide würde der südkoreanische Auftragsfertiger sein Biologika-Geschäft um die Entwicklung und Produktion therapeutischer Peptide erweitern. Die Offerte unterstreicht den anhaltenden Konsolidierungstrend im CDMO-Markt, der zuletzt bereits durch milliardenschwere Transaktionen wie Lonza/Catalent geprägt wurde. ■
Richtfest für Penzberger Fraunhofer Institute
Das Fraunhofer ITMP hat Richtfest für seinen neuen Standort für Immunologie, Infektions- und Pandemieforschung (IIP) in Penzberg gefeiert. Bis Frühjahr 2028 entstehen neben dem Roche-Campus moderne Labore für 50 Beschäftigte. Bund und Freistaat Bayern fördern den Neubau mit 21 Mio. Euro, um „Infektionsforschung und den Biotech-Standort Bayern nachhaltig zu stärken“. ■
EU lässt Boehringers JASCAYD® gegen Lungenfibrose zu
Die Europäische Kommission hat JASCAYD® (Nerandomilast) von Boehringer Ingelheim zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose (IPF) und der progredienten Lungenfibrose (PPF) zugelassen. Es ist die erste neue Therapie für IPF in der EU seit mehr als zehn Jahren und für PPF seit über fünf Jahren. Der orale PDE4B-Hemmer zeigte in Studien eine gute Verträglichkeit. ■
Marinomed erneut vor Insolvenzverfahren
Die Marinomed Biotech AG will erneut ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragen – diesmal ohne Eigenverwaltung. Bereits 2024 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Als Ursache nennt Marinomed den Abbruch der Verhandlungen mit Unither Pharmaceuticals sowie ausbleibende Zahlungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts. ■
Lilly kauft Angermayers Atai für 2,8 Mrd. US-Dollar
Lilly setzt auf Psychedelika: Der US-Pharmakonzern übernimmt AtaiBeckley für 2,8 Mrd. US-Dollar plus bis zu 1 Mrd. US-Dollar an Meilensteinzahlungen. Im Mittelpunkt des Deals stehen die DMT-basierten Depressionstherapien BPL-003 und VLS-01. Die Übernahme gilt als Signal, dass Psychedelika nach Jahren der Skepsis zunehmend im Fokus der Pharmaindustrie stehen. ■
Schnellerer Techtransfer: BMFTR startet Wettbewerb für Transferhubs
Das BMFTR hat die Förderrichtlinie für die neuen Transferhubs der Initiative F.A.S.T. (Forschung, Ausgründungen, Skalierung, Transfer) veröffentlicht. In einem zweistufigen Wettbewerb sollen zunächst rund zwölf Konsortien Konzepte entwickeln, aus denen anschließend etwa sechs Transferhubs ausgewählt werden. Dabei soll ein funktionaler Transfermarktplatz entstehen. ■
Fast Track für Schocktherapie aus Hennigsdorf
Die FDA hat Invobenitug (ehemals Procizumab) der Berliner 4TEEN4 Pharmaceuticals den Fast-Track-Status zur Behandlung des kardiogenen Schocks verliehen. Der Antikörper neutralisiert das Enzym cDPP3, das an Herz-Kreislauf- und Organversagen beteiligt ist. Der Kandidat wird derzeit in der Phase-1b/2a-Studie PROCARD 2a bei Patienten mit erhöhten cDPP3-Werten untersucht. ■
