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Formycon bringt Eylea-Biosimilar in Europa auf den Markt
Der Münchner Biosimilarspezialist Formycon AG bringt gemeinsam mit Klinge Biopharma GmbH das Aflibercept-Biosimilar FYB203 in der EU auf den Markt. Die Fertigspritzen Ahzantive® und Baiama® sind seit 15. Mai in Deutschland, Frankreich und Italien verfügbar. Mit dem Eylea®-Biosimilar erweitert Formycon sein Portfolio auf drei eigenentwickelte Biosimilars. ■
EQT wird präferierter Fondsmanager des Scaleup Europe Fund der EU
Die Beteiligungsgesellschaft EQT Group wurde als bevorzugter Fondsmanager für den neuen „Scaleup Europe Fund“ ausgewählt. Der mit 5 Mrd. Euro ausgestattete Fonds der Europäischen Kommission soll Finanzierungslücken bei europäischen Technologie- und Life-Science-Scale-ups schließen. Sektoren sind digitale und industrielle Bereiche sowie ausdrücklich die Life Sciences. ■
Bayers Tyrosinkinaseinhibitor könnte zur Erstlinientherapie aufsteigen
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Sevabertinib von Bayer den Priority-Review-Status als Erstlinientherapie bei HER2-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs erteilt. Grundlage sind Daten der Phase I/II-Studie SOHO-01. Der Wirkstoff erhielt bereits 2025 den Breakthrough-Status sowie eine beschleunigte FDA-Zulassung für vorbehandelte Patienten. ■
Würzburg eröffnet modernisierte Biobank
Die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg (ibdw) hat neu eröffnet. Die gemeinsame Einrichtung von Universitätsklinikum Würzburg und Julius-Maximilians-Universität Würzburg setzt künftig auf automatisierte Hochleistungslagerung von Bioproben bei bis zu -185 °C. Die modernisierte Biobank soll vor allem Krebsforschung und personalisierte Medizin stärken. ■
Auch Boehringer investiert in KI-Bildgebung bei Brainomix
Boehringer Ingelheim und Brainomix erweitern ihre Zusammenarbeit im Bereich Lungenfibrose. Nach positiven Daten zur KI-Bildgebungsplattform e-Lung startet nun die multizentrische PROGRESS-PPF-Studie in den USA. Die Technologie soll eine frühere Diagnose fortschreitender Lungenfibrose ermöglichen. Kürzlich hatte Roche sich in der Tumor-Bildgebung mit PathAI verstärkt. ■
Vetter Produktion: Baustart im Saarland
Mit dem Baustart für einen neuen Produktionsstandort in Saarlouis/Saarland investiert Vetter Pharma fast eine halbe Milliarde Euro in zusätzliche Kapazitäten für injizierbare Medikamente. Das Projekt gilt zugleich als wichtiges Signal für den industriellen Strukturwandel im Saarland von Auto zur Gesundheitswirtschaft. Bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. ■
Boehringer kauft sich Antikörper von Immunitas
Boehringer Ingelheim baut sein Immunologie-Portfolio mit einem Deal von bis zu 407,5 Mio. Euro aus. Lizenziert wurde ein präklinisches Antikörperprogramm der US-amerikanischen Immunitas Therapeutics zur selektiven Eliminierung krankheitsrelevanter Immunzellen. Das Unternehmen mit speziellen Antikörpern als Autoimmuntherapien gehört zum Kreis der Evotec-Beteiligungen. ■
Evotec platziert Anleihe über 116 Mio. Euro
Evotec hat eine Wandelanleihe über 116,1 Mio. Euro platziert und finanziert damit das Restrukturierungsprogramm „Project Horizon“. Die präklinische CRO will ihre operative Struktur effizienter aufstellen. Anleger hoffen jedoch auf neue Partnerschaften und technologische Impulse – etwa im Bereich KI-gestützter Wirkstoffentwicklung wie zuletzt mit Almirall verkündet. ■
Qiagen: Nachspielzeit für den CEO – der Neue lässt auf sich warten
Im Umfeld der kommenden Hauptversammlung wird bekannt, dass Thierry Bernard, Vorstandsvorsitzender von Qiagen, bis zur Ernennung eines neuen CEO erneut zur Wahl als Vorstandsmitglied vorgeschlagen wird. Der Auswahlprozess für die CEO-Nachfolge „mache gute Fortschritte“. Es werde erwartet, dass ein Nachfolger sein Amt in der zweiten Jahreshälfte 2026 antreten wird. ■
Seltene Erkrankungen: AOP Health kooperiert mit VRG Therapeutics
Die österreichische AOP Health (Wien) und VRG Therapeutics (Budapest, Ungarn) wollen gemeinsam einen neuartigen Kv1.3-Inhibitor gegen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen entwickeln. Der Wirkstoff basiert auf KI-entwickelten Miniproteinen der AI-MPRO-Plattform von VRG. Ziel sind zusätzliche präklinische Daten und der Übergang in erste klinische Studien. ■
