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Da keine Einigung in einem schwelenden Patentrechtsstreit über die Verwendung von RNA als Impfstoff möglich schien, beschreitet nun die Tübinger CureVac N.V. den Weg der Klage gegen die Mainzer BioNTech SE.

Für 32 Mio. Euro kauft die Tübinger mRNA-Firma CureVac N.V. das drei Jahre alte niederländische Biotech-Unternehmen Frame Cancer Therapeutics. Dessen Spezialisierung auf Krebs-Neoantigene soll das Onkologie-Portfolio von CureVac ergänzen, die ganze Technologieplattform aber nicht nur für neue Targets, sondern auch für die personalisierte Behandlung eingesetzt werden.

Im Windschatten der erfolgreichen Impfstoffentwickler von Biontech ist nicht nur die Mainz Biomed N.V. mit einer geschickten Namensänderung an die US-Börse geschlüpft, sondern insgesamt rüstet sich Rheinland-Pfalz nun großflächig, um den Schwung der Gegenwart in die Zukunft zu retten. Eine Studie soll die Raumplanung begleiten.

Biontech in Mainz blickt auf das erste Quartal 2022, es ist das stärkste Quartal der gefühlt erst seit Corona dokumentierten Firmengeschichte. Mit 6,37 Mrd. Euro liegt der Umsatz deutlich höher als in Q4 2021 und sogar gut drei mal so hoch wie vor einem Jahr in Q1 2021 – damals allerdings ging es mit dem Impfstoff erst so richtig los. Die Gewinnmarge bleibt ebenso hoch, aber auch andere Firmen haben gigantische Zahlen vorgelegt: Moderna und die Antikörperschmiede Vir.

Die Anti-COVID-19-Entwicklungspipeline bei Impfstoffen wird auch weiterhin von der Tübinger Curevac bearbeitet. Jetzt meldet das Unternehmen positive präklinische Daten des bivalenten mRNA-Impfstoffes der "zweiten Generation". Zudem gibt es um Biontechs Impfstoff scheinbar neue Sicherheitsdiskussionen.

Die Geschäftszahlen der Mainzer Impfstoff-Entwickler um Özlem Türeci und Ugur Sahin boten den erwarteten Knalleffekt: rund 10 Mrd. Euro Gewinn bei über 19 Mrd. Euro Umsatz katapultieren das Unternehmen in zwölf Monaten auf das 680-Fache, was noch 2020 zu bilanzieren war. Nun sollen Aktien zurückgekauft und Milliarden in die Forschung gesteckt werden.

Die Bundesregierung vergibt Verträge über 3 Mrd. Euro für die Impfstoff-Reserve. Die eingebundenen Unternehmen sind Biontech, IDT sowie die Bietergemeinschaften von Curevac/GSK und Wacker/CordenPharma, aber auch die CDMO Celonic.

Sanofi und Glaxo-Smith-Kline (GSK) haben den Zulassungsantrag für ihren Protein-Impfstoff gegen COVID-19 (Vidprevtyn®) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eingereicht.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vermeldet eine erste Novavax-Impfstoff-Lieferung für den kommenden Montag. Gut 1,2 Millionen Dosen des Proteinimpfstoffes sollen dann in Deutschland ankommen und an die Länder verteilt werden. Von einem großen Ansturm gehen die Bundesländer jedoch nicht aus.

CureVac hat die erste Impfung in einer Phase I-Studie mit einem multivalentem Grippeimpfstoff-Kandidaten auf Basis des mRNA-Rückgrats der "zweiten Generation" bekanntgegeben. Der  Impfstoffkandidat wurde gemeinsam mit GSK entwickelt.