Der US-amerikanische Messtechnikhersteller Bruker mit starken deutschen Wurzeln in Karlsruhe und Bremen beteiligt sich mehrheitlich am niederländischen Organ-on-a-Chip-Spezialisten MIMETAS. Der Deal zeigt, dass aus menschlichen Gewebe- und Organoidmodellen zunehmend eine industrielle Plattform für die Wirkstoffforschung wird. In Europa hat die Konsolidierung begonnen; Pharmafirmen und Laborzulieferer haben bereits Firmen aus dem Sektor akquiriert.

Das Schweizer Biotech-Unternehmen AC Immune SA hat für seine Immuntherapie ACI-7104 zur Behandlung der frühen Parkinson-Krankheit den Fast-Track-Status der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Zugleich wurde dem Antrag für die Ausweitung der klinischen Entwicklung auf die USA stattgegeben.

Geschädigte Hirnregionen werden nach Verletzungen oder bestimmten Autoimmunerkrankungen von spezialisierten Gliazellen neu besiedelt, die damit zur Regeneration des verletzten Gehirns beitragen, zumindest im Mausmodell. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern der Universität Zürich.

Experten aus der Schweiz und Deutschland entwickeln gemeinsam im Projekt „KI-MikroBefund“ eine KI-gestützte Lösung zur automatisierten Auswertung von Laborbefunden bei Atemwegsinfektionen. Das soll zu einer effizienteren Diagnostik führen, medizinische Entscheidungen unterstützen und die Vorhersage von Infektwellen verbessern. Angestoßen wurde das Projekt vom Gesundheitsnetzwerk BioLAGO im Rahmen der Initiative Smart Health Region.

Die Münchner Radiopharmafirma ITM hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Rückmeldung zum Zulassungsantrag für das Radiopharmazeutikum ¹⁷⁷Lu-Edotreotid (ITM-11) gegen gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren erhalten. Klinische Wirksamkeits-, Sicherheits- oder nichtklinische Daten wurden nicht beanstandet. Fragen gibt es zur Herstellung bei einem Partner.

georgneu

Erstmals haben Forscher mit Hilfe generativer KI vollständige Bakteriophagen-Genome entworfen, im Labor hergestellt und funktionierende Bakterien-Viren daraus gewonnen. Die Arbeit, die aktuell in Science publiziert wurde, zeigt das Potenzial für neue Phagentherapien – verschärft aber auch die Frage, wie sich solche biologischen Designwerkzeuge kontrollieren lassen.

Rheinland-Pfalz baut seine Position als Biotechnologie-Standort seit Jahren aus. Das Life Science Zentrum Mainz bringt mit BioVation RLP und [LiSci]RLP Wissenschaft, Start-ups und Wirtschaft zusammen und setzt spürbare Impulse für Innovation und ­Wachstum.

Pilze könnten in der europäischen Ernährung künftig eine deutlich größere Rolle spielen – allerdings nicht unbedingt als klassische Speisepilze. Die Europäische Kommission hat die aus Pilzmyzel gewonnene Zutat Fermotein des niederländischen Unternehmens The Protein Brewery als Novel Food zugelassen. Damit darf die aus dem Fadenpilz Rhizomucor pusillus gewonnene Biomasse künftig in der EU als Lebensmittelzutat eingesetzt werden. Ein Türöffner auch für andere Start-ups?

Ein intelligentes Sensorpflaster soll im Katastrophenfall Rettungskräfte bei der Erstversorgung von Verletzten unterstützen. Entwickelt wird es in den kommenden Jahren in einem Verbundprojekt am Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt THWS.