In den Räumlichkeiten der ehemaligen Intensivstation des St. Josef-Hospitals in Gelsenkirchen hat die United Robotics Group (URG) ein Trainings- und Entwicklungszentrum für KI-basierte Robotik-Lösungen im Gesundheitswesen eröffnet. Hier werden die künftigen Helfer auf ihren Einsatz in Kliniken und Pflegeeinrichtungen vorbereitet.
Die Schweizer SOPHiA GENETICS arbeitet künftig mit AstraZeneca an zwei Companion Diagnostics für die Präzisionsonkologie. Das Schweizer Unternehmen entwickelt einen Test für solide Tumoren zu einem dezentralen CDx weiter und validiert eine Anwendung für hämatologische Krebserkrankungen. Ziel ist, Biomarker-Tests weltweit schneller und breiter verfügbar zu machen.
Das Berliner Unternehmen Nia Health und das Biopharma-Unternehmen AbbVie Deutschland bündeln ihre Kräfte, um gemeinsam die Weiterentwicklung einer KI-gestützten Versorgungslösung für Neurodermitis-Patienten voranzutreiben. Ziel der seit Juli 2026 bestehenden Kooperation ist es, die Dokumentation des Krankheitsverlaufs im Alltag zu verbessern und Ärzte bei der Bewertung des Schweregrads der Erkrankung zu unterstützen.
Das Medtech-Unternehmen P&F Products & Features übernimmt die AVVie GmbH. Mit der Akquisition erweitert P&F sein Portfolio im Bereich struktureller Herzerkrankungen um das AngelValve™ Augmentation System, eine katheterbasierte Technologie zur Behandlung von Mitralklappeninsuffizienz. Ziel sei es, die Entwicklung und Kommerzialisierung der Plattform zu beschleunigen.
Noch kein Blockbuster aber vielleicht einmal? Die Hamburger Evotec arbeitet nun mit der US-amerikanischen, frisch börsennotierten Odyssey Therapeutics zusammen um mit KI-Hilfe neue Wirkstoffe gegen Autoimmun- und Entzündungserkrankungen zu entwickeln. Evotec erhält für validierte Substanzen Meilensteinzahlungen. Finanzielle Details wurden jedoch nicht genannt.
Lange galten Biosimilars vor allem als Instrument zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Inzwischen entwickeln sie sich für ihre Hersteller zunehmend zum Wachstumstreiber. Das zeigen die aktuellen Halbjahreszahlen von Sandoz und Fresenius.
Das Brandenburger Biotech-Unternehmen Kupando hat den ersten Patienten in einer Phase I-Studie mit dem Immuntherapie-Kandidaten KUP101 behandelt. Der duale TLR4/7-Agonist soll das angeborene Immunsystem gegen fortgeschrittene solide Tumoren aktivieren. Mit dem Studienstart schafft Kupando den Schritt von der Präklinik zum klinischen Biotechnologie-Unternehmen.
Der Umsatz von Qiagen blieb mit 535 Mio. US-Dollar stabil und fiel besser aus als prognostiziert. Wachstumstreiber waren Probentechnologien, QIAcuity und QIAGEN Digital Insights. Die Jahresprognose mit 1–2% Umsatzwachstum und mindestens 2,43 US-Dollar Gewinn je Aktie wurde bestätigt. Nun fehlt nur die Bekanntgabe des neuen CEO, die laut Insidern noch im Sommer folgt.
Das Schweizer Biotech-Unternehmen AB2 Bio hat einen weiteren Meilenstein seiner Partnerschaft mit dem japanischen Pharmaunternehmen Nippon Shinyaku erreicht. Aus dem Anfang 2025 geschlossenen, mit bis zu 600 Mio. US-Dollar bewerteten Lizenzdeal wurde ein 30 Mio.-US-Dollar-Meilenstein fällig.
Wenn besonders innovative First-in-Human-Studien starten, fällt der erste Blick meist auf die USA, neuerdings verstärkt auch auf China. Diesmal ist es anders: Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Oblenio Bio (das mit einem chinesischen Partner kooperiert) hat die ersten Patienten seiner Phase Ia-Studie mit dem trispezifischen T-Zell-Engager LBL-051 nicht in Nordamerika, sondern in Deutschland behandelt. (Strenggenommen ist das keine „Zelltherapie“, da keine Zelle von extern zugeführt wird, sondern der tri-spezifische Antikörper-Engager, der dann die Zellen im Körper zusammenführt und dort die Zellen zum Ziel nimmt)

United Robotics Group
Nia Health GmbH
Fresenius Kabi Austria GmbH
Illustration AB2 Bio, Greater Geneva Bern area
National Institutes of Allergy and Infectious Diseases, National Institutes of Health