Genentech; aus B-roll-Medienmaterial

Roche investiert 750 Millionen Dollar in US-Produktion

Roche baut die Produktionskapazitäten in den USA weiter aus. Die US-Tochter Genentech will rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage in Oregon stecken. Lokale Beobachter freuen sich über die neuen "echten" Jobs.

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Roche vergrößert über seine US-Tochter Genentech den Standort Hillsboro in Oregon und will rund 750 Mio. US-Dollar in eine neue Produktionsanlage für Arzneimittel und Verabreichungssysteme investieren. Die Anlage soll die bestehende Fläche des Standorts etwa verdoppeln und ab 2031 kommerziell produzieren.

In Hillsboro sollen unter anderem Fertigspritzen und Autoinjektoren befüllt und montiert werden. Die flexible Anlage soll sowohl kleine als auch große Produktionsvolumina für verschiedene Medikamente des Roche- und Genentech-Portfolios ermöglichen. Damit sollen Arzneimittel zunehmend auch außerhalb von Krankenhäusern verabreicht werden können.

Echte Arbeitsplätze in einem Areal der Datenzentren

Rund 250 spezialisierte Arbeitsplätze sollen durch die Investition entstehen, während der Bau weitere rund 200 Stellen schaffen soll. Roche bezeichnet die Investition als Ausbau der End-to-End-Produktionskapazitäten in den USA. Dies verleitet die lokale Zeitung Hillsboro Herald zu der erfreuten Schlagzeile „endlich echte Jobs“. Gleichzeitig weist der Reporter darauf hin, dass eigentlich in dem Areal nur in großem Umfang Datenzentren entstanden sind und entstehen, die der KI dazu verhelfen würden „unsere Zukunft aufzuessen“. Er hebt daher symbolisch sein Glas auf Genentech/Roche, dass mit der Verdoppelung des Standortes auch Platz für qualifizierte Beschäftigung geschaffen werde.

Untermalt wird der Artikel im Hillsboro Herald mit einem Bild von Google Maps, das zeigt welch kleine Fläche im Vergleich zu den vielen Datenzentren der Genentech-Standort auch mit der Vergrößerung ausmachen wird. Dennoch scheint man sich in der Region sehr bewusst zu sein, welche Jobs etwas für eine Region beitragen und dass „leere Betonbunker mit Robotern, die darin Server umherfahren“ eher weniger lokalpatriotisch zu betrachten sind.

Der Ausbau in Oregon folgt auf die Fertigstellung des Rohbaus einer neuen Genentech-Produktionsanlage in Holly Springs, North Carolina. Diese soll auf die globale Produktion künftiger Stoffwechselmedikamente ausgerichtet werden, darunter auch neue Therapien gegen Adipositas.

Roche und Genentech verfügen in den USA nach eigenen Angaben derzeit über 13 Produktions- und 15 Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Insgesamt beschäftigt der Konzern dort rund 25.000 Menschen an 24 Standorten in acht Bundesstaaten. Genentech ist eine hundertprozentige Tochter des Schweizer Roche-Konzerns.

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