Avelo schliesst überzeichnete Seed-Runde über 2,2 Mio. CHF ab

Die Seed-Finanzierungsrunde wurde vom Frühphaseninvestor OCCIDENT angeführt, mit Beteiligung von Privilège Ventures, Arve Capital, die Zürcher Kantonalbank und mehrere MedTech-Angel-Investoren. Avelo AG ist ein Schweizer Atemdiagnostik-Unternehmen das jeden Atemzug für eine bessere Diagnose von Infektionskrankheiten nutzbar machen will.

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Die Diagnose von Infektionen der unteren Atemwege, die zu Lungenentzündungen führen, der weltweit häufigsten Todesursache bei Kindern und der vierthäufigsten Todesursache insgesamt, und Tuberkulose ist weder einfach noch zuverlässig.

Avelo hat seinen "Atemsammler" mit Blick auf einen breiten Nutzen entwickelt, vergleichbar mit anderen Technologien zur Probenentnahme wie Blutröhrchen. "Unsere Innovation ist eine neuartige Technologie zur Atemprobeentnahme, die einen funktionalen Nanofaserfilter enthält. Dieser Filter kombiniert die Sammlung von menschlichen Atem-Aerosolen, die infektiöse Erreger aus den Atemwegen enthalten mit einer schnellen und effizienten Freisetzung dieser Erreger für den anschließenden Nachweis. Er ist mit einer Vielzahl von molekularen Tests und Laborarbeitsabläufen kompatibel, ist erschwinglich und skalierbar, und ermöglicht zum ersten Mal das Biobanking von Atemluft", sagt Tobias Broger, (Im Foto hinten links) Chief Technology Officer und Gründer von Avelo.

Ärzte kommen so problemlos zu einer Probe aus den Atemwegen und analysieren sie mit bestehenden PCR-Tests für eine schnelle und genaue Diagnose. Anhand der Ergebnisse können sie die richtigen Maßnahmen ergreifen, z. B. die richtige Behandlung auswählen oder schwere Fälle an das Krankenhaus zu überweisen. Dies verbessert die Ergebnisse für die Patienten und spart Kosten im Gesundheitswesen. Laut Unternehmen könne das Verfahren so auch dazu beitragen, die mehr als 65 % der in der Primärversorgung unnötig verschriebenen Antibiotika zu reduzieren.

Avelo wird die Seed-Finanzierung nutzen, um die Produktentwicklung, klinische Validierungsstudien sowie die Geschäftsentwicklungsaktivitäten für einen erfolgreichen Markteintritt voranzubringen. "Wir sind sehr glücklich über unser Investorenkonsortium. Sie bringen nicht nur finanzielle Ressourcen ein, sondern vor allem auch langjährige Industrieerfahrung. Ihre Geschäftsnetzwerke und ihre Expertise bei der Skalierung werden unseren Weg beschleunigen, um AveloCollect für eine bessere Diagnose von Atemwegsinfektionen verfügbar zu machen", sagte Melanie Aregger, CEO und Mitbegründerin (im Foto hinten rechts).

Cédric Barra, Senior Investment Manager für den Bereich Biowissenschaften bei OCCIDENT, kommentierte die potenzielle Bedeutung von Avelo für die Diagnose von Atemwegsinfektionen. "Wir sind sehr erfreut, Avelo in unserem Portfolio zu begrüßen. Die Kombination aus einer nicht-invasiven Probennahmemethode und der bestehenden Laborinfrastruktur bietet ein großes Potenzial und erfüllt die Bedürfnisse der Patienten und der Industrie perfekt", sagte Barra. Neben Occident sind auch Privilège Ventures, Arve Capital (der Venture-Capital-Arm des Sanner Family Office) und die Züricher Kantonalbank als Investoren eingestiegen.

Schweiz gibt Geld für Horizon-Programm frei

Der Schweizer Bundesrat hat Ende vergangener Woche 650 Mio. Franken für Ausschreibungen im Horizon Europe-Förderprogramm freigegeben. Da die Schweiz als nicht assoziierter Drittstaat gilt, wären Schweizer Wissenschaftler und Unternehmen ohne die Förderung von zwei Dritteln der Ausschreibungen des von 2021 bis 2027 laufenden EU-Programms ausgeschlossen.

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