www.istockphoto.com/alvarez

Aeon erweitert Seed-Runde und übernimmt Aware Health

Das Schweizer HealthTech-Start-up Aeon schloss Mitte September eine Erweiterung seiner Seed-Runde auf rund 12 Mio. Euro ab. Mit dem Geld soll die Übernahme des Berliner Diagnostik-Unternehmens Aware Health finanziert werden.

ANZEIGE

Aeon bietet KI-gestützte Gesundheits-Check-ups für Menschen an, die bereit sind, in ihre Gesundheitsvorsorge zu investieren. Dafür kombiniert das Unternehmen ein Ganzkörper-Screening, das Auffälligkeiten im Gehirn, an Gefäßen oder Organen erfasst, mit der Diagnostik von mehr als 100 Biomarkern im Blut. Kunden erhalten damit Informationen über ihren aktuellen Gesundheitszustand und können bei Bedarf darauf reagieren.

Mit der Übernahme des Berliner Start-ups Aware Health, das im Frühjahr 2026 Insolvenz anmelden musste, erweitert die in Zürich ansässige Aeon ihr Angebot. Aware Health bietet Bluttests an sowie eine App zur Auswertung von Gesundheitsdaten im Abo-Modell. Es verfügt über ein großes Netz an Standorten für die Blutentnahmen in Deutschland. In den vergangenen Jahren weitete es sein Geschäftsmodell auf Amsterdam und Wien aus. Unter neuem Namen läuft die Arbeit nahtlos weiter. Die Schweizer übernehmen die Technologieplattform, wesentliche Verträge und Geräte, die Kunden sowie das Kernteam. Unternehmensangaben zufolge nutzten zuletzt knapp 10.000 Kunden das Angebot. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Individuelle Gesundheitsvorsorge

Aus der Kombination von MRT und regelmäßiger Blutdiagnostik soll für jeden Kunden eine Gesundheitsakte entstehen, die viermal im Jahr aktualisiert wird. „Wir definieren Vorsorge neu, indem wir sie von Reaktion auf Handlung umstellen“, so Gründer und CEO Tim Seithe. „Bildgebung zeigt, wo man steht. Blutdiagnostik zeigt, wohin man sich entwickelt. KI verbindet beides zu einer Prognose.“

Für dieses ambitionierte Vorhaben steht nun frisches Kapital zur Verfügung. Die Finanzierungsrunde, die auf rund 12 Mio. Euro erweitert werden konnte, wurde angeführt von Araya Ventures. Beteiligt waren auch die bestehenden Geldgeber Concentric, GoHub Ventures, Kadmos Capital, N&V Capital, Bigwave Capital sowie der Wiener Frühphasen-Investor Calm/Storm Ventures.

SIE MÖCHTEN KEINE INFORMATION VERPASSEN?

Abonnieren Sie hier unseren Newsletter