Seamless Therapeutics aus Dresden startet mit Eli Lilly eine globale Forschungskooperation zur Entwicklung von Gentherapien gegen genetisch bedingten Hörverlust. Grundlage ist eine Gene-Editing-Plattform mit spezifischen Rekombinasen, die an der TU Dresden unter Frank Buchholz erforscht wurden. Für Seamless sind bei Erfolg bis zu 1,1 Mrd. US-Dollar möglich.

Die Dresdner Experten für die sequenzgenaue Reperatur von Genen, Seamless Therapeutics, starten mit der Pharmafirma Eli Lilly eine globale Forschungskooperation zur Nutzung der Technologieplattform spezifische Rekombinasen für die Entwicklung von Gentherapien gegen Hörverlust. Für Seamless kann bei günstigem Verlauf der Kooperation eine Gesamtfinanzierung von bis zu 1,1 Mrd. US-Dollar entstehen.

Roche hat positive Phase II-Ergebnisse für den dualen GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten CT-388 zur Behandlung von Adipositas vorgelegt. In der Studie erzielte eine wöchentliche Injektion bei der höchsten Dosis (24 mg) nach 48 Wochen einen placeboadjustierten Gewichtsverlust von 22,5% (p<0,001) ohne Plateau. Der Wirkstoff stammt von Carmot und muss subkutan injiziert werden.

Die Siegfried AG (SIX: SFZN), eine CDMO vor allem chemisch synthetisierter Wirkstoffe (Small Molecules) und Arzneimittel für Pharma- und Biotech-Unternehmen übernimmt von SK Capital das Wirkstoffgeschäft der Noramco Group sowie Extractas Bioscience. Die Akquisition umfasst zwei Standorte in den USA und einen in Australien mit insgesamt rund 400 Mitarbeitern.

Die regulatorischen Anforderungen in der Gesundheitswirtschaft entwickeln sich permanent weiter und verlangen den Unternehmen einiges ab. Um diese noch besser zu unterstützen, erweitert die Anlaufstelle Regulatorik Gesundheitswirtschaft BW von BIOPRO Baden-Württemberg ihr Angebot und stellt aktuelle Diskussionspapiere und Gutachten zur Verfügung.

Große Fußstapfen hinterlässt Dr. Jürgen Müller, der für die japanische Daiichi Sankyo in Martinsried eine kleine Forschergruppe als firmeninternen Technologie- und Qualitätsmaßstab für den Übergang von der Präklinik in die klinische Weiterentwicklung etabliert hat. Seine Nachfolgerin Dr. Veronika Rozehnal kennt das Team und die Arbeiten und kann nun alles beim Alten und Bewährten lassen oder auch neue Schwerpunkte setzen.

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Nachdem der Branchenverband BIO Deutschland vor einigen Tagen erste Zahlen zur Finanzierung der hiesigen Biotech-Unternehmen für das vergangene Jahr vorgelegt hat, zählte |transkript.de einerseits nach und rechnete andererseits auch in der Schweiz und Österreich zusammen, was an externen Geldmitteln in die Branche geflossen ist. Deutschland hat zwar den höchsten Betrag vorzuweisen, doch auf die Bevölkerung heruntergerechnet führt die Schweizerische Eidgenossenschaft um viele Längen. Und auch Österreich kann per-capita den großen Nachbarn deutlich übertrumpfen.

In einer Klausur der Stadtpolitik haben sich die Regierungsparteien der Stadt Wien darauf verständigt, ein neues Life Science Center für Wien zu bauen – mit dem neuen KI-Institut AITHYRA als Ankermieter. Dazu hat man die Summe von 170 Mio. Euro freigegeben, die Planungen können nun beginnen.

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Die Biotechnologie bietet als dynamisches Wissenschaftsfeld bedeutende Lösungsperspektiven für drängende Herausforderungen. In der Medizin ermöglicht sie neuartige Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika und eröffnet Therapien für seltene Krankheiten. In der Landwirtschaft unterstützt sie nachhaltige Produktionsmethoden und trägt zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung bei. In der Industrie fördern biobasierte Verfahren effizientere Herstellungsprozesse, Ressourcenschonung und Klimaschutz. Damit schafft biotechnologischer Fortschritt nicht nur Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse, sondern liefert konkrete Vorteile für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Darüber hinaus besitzt die Biotechnologie für Hessen, Deutschland und Europa eine herausragende strategische Bedeutung. In Hessen bilden exzellente Hochschulen, forschungsstarke Institute und eine dynamische Unternehmenslandschaft ein starkes Innovationsökosystem, das die Fachkräfte von morgen ausbildet und Kooperationen direkt ermöglicht. Das Technologieland Hessen fördert die Biotechnologie gezielt als Schlüsseltechnologie für Gesundheit, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Die Veranstaltung am 11. Februar 2026 im Jügelhaus in Frankfurt am Main richtet vor diesem Hintergrund den Blick über alle Farben auf Innovationen, technologische Fortschritte und aktuelle Herausforderungen der Branche. Zudem bietet diese den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Raum um über Perspektiven, politische Rahmenbedingungen und konkrete Lösungsansätze für medizinische, landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen zu diskutieren.

Das Programm der Veranstaltung gliedert sich in drei thematische Blöcke mit den jeweiligen Schwerpunkten Chancen für Investments mit Blick auf Pipelines und Technologietrends, Ökosysteme als Entwicklungsstätte für Innovationen sowie aktuelle und geplante EU-Verordnungen und ihrem Einfluss auf Forschung, Entwicklung und Markteinführung neuer Technologien. Die Themenblöcke werden jeweils durch kurze Impulsvorträge oder Pitches eingeleitet. Daran schließen sich ausführliche Diskussionsrunden an, in denen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Perspektiven erörtern und Lösungsansätze diskutieren. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und konkrete Impulse für die Zukunft der medizinischen, landwirtschaftlichen und industriellen Biotechnologie zu setzen.