Proben, Zelllinien und biologische Materialien sind oft geschäftskritische Werte. Wer ihre Lagerung, Notfallvorsorge und Gasversorgung zentral organisiert, reduziert Risiken, schont Ressourcen und stärkt die Attraktivität von Biotech-Standorten.

Der knappe Haushalt der Bundesregierung findet aktuell ein Sparopfer im ZIM-Förderprogramm (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand). Seit dem 7. Juli 2026 nimmt ZIM „vorerst“ keine Anträge mehr an. In vier der letzten sechs Jahre war ZIM haushaltsbedingt ganz oder teilweise blockiert. Ein Euro ZIM-Förderung führt laut BMWE zur Verdoppelung durch die KMU.

Im Rahmen einer Vereinbarung mit Apollo bringt der Leverkusener Konzern Bayer das Geschäft mit reversiblen Langzeit-Kontrazeptiva (LARC) in eine neue Gesellschaft ein, an der Apollo eine Minderheitsbeteiligung erhält. Bayer behält die Mehrheit und die operative Kontrolle. Damit sichert sich der Konzern im Gegenzug 3 Mrd. Euro zur Stärkung seiner Kapitalstruktur.

Mit dem Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes hat sich die Bundesregierung stark an den Vorschlägen der eingesetzten Kommission orientiert. Das Gesetzgebungsverfahren wurde auch mit Billigung des Bundesverfassungsgerichts (das Einwänden nicht stattgegeben hatte) zügig zum Abschluss gebracht, um das Gesamtpaket nicht in weiteren Diskussionen zu Einzelpunkten zu sehr verwässern zu lassen. Im Wesentlichen soll die angespannte Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung kurzfristig entschärft werden. Der Blick auf die Auswirkungen auf Innovation und Investitionen sei hintangestellt worden, beklagen die Branchenverbände.

Die Intuitive Surgical Optics GmbH hat ihren Umzug von Emmendingen nach Freiburg i. Br. erfolgreich abgeschlossen. In dem neuen Gebäude sind nun neben der Produktion auch die Entwicklungsteams angesiedelt. Damit reagiert das Unternehmen auf den weltweit steigenden Bedarf an minimalinvasiven OP-Systemen und stärkt den Standort Freiburg als Innovationszentrum für die roboter-assistierte minimalinvasive Versorgung.

BioMed X und Boehringer Ingelheim erweitern ihren Innovationsinkubator XSeed Labs am US-Forschungsstandort Ridgefield. Schwerpunkt sind humanbasierte Netzhautmodelle für die Erforschung und Validierung neuer Wirkstoffe. Damit soll die Vorhersagekraft präklinischer Studien verbessert und die Entwicklung neuer Therapien gegen Netzhauterkrankungen beschleunigt werden.

Anfang Juli hat Christiane Steur die Leitung des Boehringer-Ingelheim-Standortes Biberach übernommen. Sie folgt auf Thomas Reith, der in den Vorruhestand wechselt

Speziell trainierte Spürhunde und massenspektrometrische Analysen, kombiniert mit Machine-Learning-Verfahren, erkennen Geruchssignaturen von Long COVID. Forscher aus Braunschweig und Hannover sehen darin einen vielversprechenden Ansatz für innovative Diagnoseverfahren.

Pentixapharm hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA den Fast-Track-Status für den PET-Tracer [⁶⁸Ga]Ga-PentixaFor erhalten. Das Diagnostikum soll Patienten mit primärem Aldosteronismus nicht-invasiv subtypisieren und die Therapieentscheidung erleichtern. Die Einstufung folgt auf die Freigabe der zulassungsrelevanten Phase III-Studie PANDA in den USA.

Die Mainzer Schott Pharma & Co. KGaA hebt ihre Prognose für 2026 an. Sie erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % (statt 2 bis 5 %) und eine EBITDA-Marge von 27 bis 28 %. Ausschlaggebend sind die gute Geschäftsentwicklung sowie eine Einigung mit einem wichtigen Kunden im Bereich Glasspritzen, die zusätzliche Umsatz- und Ausgleichseffekte bringt.