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Roche stärkt sich im Wachstumsmarkt der KI-gestützten Pathologie mit der Übernahme des US-Unternehmens PathAI für bis zu 1,05 Mrd. US-Dollar. Die Schweizer zahlen zunächst 750 Mio. US-Dollar, weitere 300 Mio. US-Dollar sind an Meilensteine gekoppelt. In der digitalen Pathologie geht es vor allem um effiziente Bildanalyse und eine Verknüpfung dieser Daten mit weiteren klinischen Daten und Biomarkerprofilen, um bessere Therapieentscheidungen treffen zu können.

Das Life-Science-Portfolio von Earlybird Venture Capital ist kein Portfolio eines klassischen Biotech-Investors. Es ist vor allem über den dedizierten Health-Fonds organisiert und investiert gezielt in Biopharma, Diagnostik, Medtech und Digital Health in Europa und auch einmal in den USA. Nun konnte der in fast drei Jahrzehnten größte Frühphasenfonds geschlossen werden und auch die übervorsichtigen Versicherungen sind dabei.

Das Münchner Biotechnologie-Unternehmen mbiomics GmbH sichert sich weitere 12 Mio. Euro und erweitert damit die Serie A aus dem Jahr 2023 und eine spätere Aufstockung auf insgesamt 30 Mio. Euro für mikrobiombasierte Therapeutika. Mit MBX-116 startet bald der Schritt in die Klinik. Ziel ist es, komplexe lebende Bakterienkonsortien erstmals skalierbar als Arznei nutzbar zu machen – ein Schlüsseltest für die Mikrobiomforschung.

Evonik investiert 80 Mio. Euro in seine Fermentationsanlage in der Slowakei. Damit wird der Konzernumbau mit einem massiven Investment in Biotechnologie vorangetrieben. Neben den Spinnenseidenproteinen von Amsilk soll der Standort ein breiteres CDMO-Angebot für die Pharmaindustrie bereithalten. Die Aktie legte seit Jahresbeginn zwar zu, doch die Analysten sind noch uneinig, ob die Richtung nachhaltig nach oben anhalten wird.

Während beim „großen Bruder“ Deutschland die Biotechnologietage mit großen Worten der Politik (weltweit innovativster Standort) noch liefen, traf sich die österreichische Szene zum fünften Biotech Circle in der Wiener Börse. Auch dort sprach die Politik der Branche eine große Bedeutung in der neuen Landeswirtschaftsstrategie zu. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wollen die Akteure nach den schönen Worten nun aber auch Taten sehen.

Der Göttinger Life-Science-Konzern Sartorius AG ist mit Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 7,5 Prozent auf 899 Mio. Euro zu, getragen vor allem vom stabilen Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Die operative Marge blieb mit knapp 30 Prozent bemerkenswert robust – trotz geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Zollbelastungen.

Das irrlichternde Scheinwerferlicht der Biotech-Szene hat für zwei Tage eine klare Ausrichtung: mit dem Branchentreffen in Leipzig soll die nationale und internationale Aufmerksamkeit konzentriert in die heimliche Biotech-Hauptstadt gelenkt werden, die sich zudem auch noch anschickt, das hippe Berlin in punkto Start-up-Hotspot zu übertrumpfen. Die allgemeine Lage, die Herausforderungen und eine ganze Menge innovativer Ideen – das wird die Gemengelage vor Ort sein, um die sich die Präsentationen und Gespräche in der Stadt der Life-Changer drehen werden.

Das erste Quartal ist schon wieder durch, die Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsgeprüften hatten einen hoffentlich guten Austausch, es geht auch in der Biotech-Community um viele Zahlen, die Akquisitionen gehen auch zum Jahresbeginn munter weiter. Für manche Firma aber war es das auch mit der Biotech-Szene und man verschwindet in Richtung Cyberwelt. Seltsame Zeiten, die sich auch im Nachrichtenüberblick widerspiegeln.

Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.

Eine Firmenübernahme unter US-Unternehmen macht eine Schweizer Investmentgesellschaft froh und zeigt zugleich, wie die Übernahmewelle immer stärker durch das Pharmahaifischbecken schwappt. Wer sich hier strategisch richtig aufgestellt hat mit den nun besonders gesuchten klinischen Programmen innerhalb des eigenen Portfolios, kann gerade eine schöne Ernte einfahren, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig begonnen hat.

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