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Während beim „großen Bruder“ Deutschland die Biotechnologietage mit großen Worten der Politik (weltweit innovativster Standort) noch liefen, traf sich die österreichische Szene zum fünften Biotech Circle in der Wiener Börse. Auch dort sprach die Politik der Branche eine große Bedeutung in der neuen Landeswirtschaftsstrategie zu. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich wollen die Akteure nach den schönen Worten nun aber auch Taten sehen.

Der Göttinger Life-Science-Konzern Sartorius AG ist mit Rückenwind ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal legte der Umsatz währungsbereinigt um 7,5 Prozent auf 899 Mio. Euro zu, getragen vor allem vom stabilen Geschäft mit Verbrauchsmaterialien. Die operative Marge blieb mit knapp 30 Prozent bemerkenswert robust – trotz geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Zollbelastungen.

Das irrlichternde Scheinwerferlicht der Biotech-Szene hat für zwei Tage eine klare Ausrichtung: mit dem Branchentreffen in Leipzig soll die nationale und internationale Aufmerksamkeit konzentriert in die heimliche Biotech-Hauptstadt gelenkt werden, die sich zudem auch noch anschickt, das hippe Berlin in punkto Start-up-Hotspot zu übertrumpfen. Die allgemeine Lage, die Herausforderungen und eine ganze Menge innovativer Ideen – das wird die Gemengelage vor Ort sein, um die sich die Präsentationen und Gespräche in der Stadt der Life-Changer drehen werden.

Das erste Quartal ist schon wieder durch, die Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsgeprüften hatten einen hoffentlich guten Austausch, es geht auch in der Biotech-Community um viele Zahlen, die Akquisitionen gehen auch zum Jahresbeginn munter weiter. Für manche Firma aber war es das auch mit der Biotech-Szene und man verschwindet in Richtung Cyberwelt. Seltsame Zeiten, die sich auch im Nachrichtenüberblick widerspiegeln.

Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.

Eine Firmenübernahme unter US-Unternehmen macht eine Schweizer Investmentgesellschaft froh und zeigt zugleich, wie die Übernahmewelle immer stärker durch das Pharmahaifischbecken schwappt. Wer sich hier strategisch richtig aufgestellt hat mit den nun besonders gesuchten klinischen Programmen innerhalb des eigenen Portfolios, kann gerade eine schöne Ernte einfahren, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig begonnen hat.

Der Basler Pharmakonzern Roche treibt seine Digitalstrategie mit Nachdruck voran und setzt dabei neue Maßstäbe in der Branche. Gemeinsam mit NVIDIA baut das Unternehmen eine „AI Factory“ auf, die zur größten bislang angekündigten Recheninfrastruktur eines Pharmaunternehmens wird. Im Wettlauf der Pharmakonzerne hat Roche damit den von Eli Lilly präsentierten Pharma-Supercomputer übertrumpft.

Was war los in der Biotechnologie- und Pharmawelt im Karnevalsmonat Februar? Die Zusammenstellung der Kurzmeldungen verschafft einen schnellen Überblick.

Der transkript-Nachrichtenticker musste im Januar bereits mächtig schuften, so viel war bereits los in der über den Jahreswechsel offensichtlich ausgeruhten Biotech-Szene. Obwohl eine Woche verkürzt hat der erste Monat des Feuerpferd-Jahres damit ein ganz schönes Tempo vorgelegt.

Roche hat 2025 ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Basler Konzern steigerte seine Verkäufe währungsbereinigt um 7 Prozent auf 61,5 Mrd. CHF und legte beim Kernbetriebsgewinn sogar um 13 Prozent zu. Für viele Beobachter ist das mehr als nur ein solides Jahresergebnis.

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