Roche zahlt 36,5 Mio. US-Dollar vorab an Dualitas Therapeutics für das Screening von mehr als 300.000 Kombinationen bispezifischer Antikörper. Im Fokus stehen neue Ansätze gegen Immun- und Entzündungserkrankungen. Einschließlich Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebsmeilensteinen kann der Deal bis zu 1 Mrd. US-Dollar wert sein; hinzu kommen Lizenzgebühren.
36,5 Mio. US-Dollar zahlt Roche zunächst an die US-amerikanische Dualitas Therapeutics, um mehr als 300.000 Kombinationen für bispezifische Antikörper zu screenen. Das junge Biotech-Unternehmen wird dabei von zwei Managern mit Roche- beziehungsweise Genentech-Vergangenheit geführt. Für Roche ist der Deal ein weiterer Schritt, bispezifische Antikörper auch jenseits der Onkologie systematisch zu erschließen. Insgesamt könnte der Deal sogar die Milliardenschwelle erreichen.
Neue Berichte über alte Gerüchte heizen die seit Monaten kursierenden Übernahmespekulationen um Qiagen erneut an. Neben KKR werden weitere Finanzinvestoren wie Bain Capital und TPG Capital als mögliche Interessenten genannt. Der CEO-Wechsel wird als Anlass für neue Spekulationen genommen. Offizielle Bestätigungen für konkrete Übernahmegespräche gibt es bislang nicht.
Roche hat in Boston ein neues Innovationszentrum für Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen eröffnet. Am Harvard Enterprise Research Campus sollen Forschung, klinische Entwicklung sowie KI und Data Science eng verzahnt werden. Der neue Standort ist Teil der angekündigten 50 Mrd.-US-Dollar-Investitionen von Roche und Genentech in den USA.
Das Schweizer HealthTech-Start-up Aeon schloss Mitte September eine Erweiterung seiner Seed-Runde auf rund 12 Mio. Euro ab. Mit dem Geld soll die Übernahme des Berliner Diagnostik-Unternehmens Aware Health finanziert werden.
Novartis zahlt 125 Mio. US-Dollar für die Brain-Delivery-Plattform des Biotech-Unternehmens Sironax. Nach Deals mit SciNeuro und weiteren Partnern baut der Pharmakonzern damit sein Arsenal an Technologien aus, die Wirkstoffe über die Blut-Hirn-Schranke bringen sollen. Im Fokus stehen insbesondere größere Moleküle und Biologika für neurologische Erkrankungen.
125 Mio. US-Dollar zahlt Novartis für die Brain-Delivery-Plattform von Sironax. Nach einem Deal mit SciNeuro und dem Zugang zu weiteren Shuttle-Technologien entsteht bei dem Schweizer Pharmakonzern ein breites Instrumentarium, um Wirkstoffe ins Gehirn zu bringen.
1986 von den Brüdern Andreas und Thomas Strüngmann gegründet, gehört Hexal heute zu Sandoz. Zum 40. Firmenjubiläum verweist das Unternehmen auf seine deutschen Produktionsstandorte und die Bedeutung von Generika und Biosimilars für die Arzneimittelversorgung. Für Sandoz gibt es viele Gründe zum Feiern in diesem Jahr, doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Das Biosimilar-Geschäft wird global immer stärker umkämpft.
Sartorius und das irische NIBRT errichten in Dublin ein Trainingszentrum für hochproduktive und kontinuierliche Bioprozesse. Sartorius stattet es mit der Pionic-Plattform aus. Ab dem vierten Quartal 2026 sollen dort jährlich mehr als 1.000 Wissenschaftler, Ingenieure und Studenten praktische Erfahrungen mit modernen Bioproduktionsverfahren sammeln.
Mit dem Strüngmann Award wollen Thomas und Andreas Strüngmann nicht ihr eigenes Vermächtnis feiern, sondern die nächste Generation von Biotech-Unternehmern sichtbarer machen. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis zeichnete Mitte September zum dritten Mal Gründer aus, bei denen aus wissenschaftlicher Innovation bereits ein belastbares Unternehmen mit klinischer oder wirtschaftlicher Perspektive geworden ist. 2026 ist der Blick mit den drei Finalisten noch auf den deutschsprachigen Raum gerichtet, gewonnen hat Jonathan Talbot, der Gründer und ehemalige CEO von Mosanna Therapeutics (Schweiz), der aber mittlerweile schon mit neuen Start-ups unterwegs ist.

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Christian Back