Nur mit Hilfe seiner Gedanken konnte ein Schlaganfallpatient im Rahmen einer klinischen Studie einen Computer steuern. Möglich macht das ein vollständig implantiertes, drahtloses BCI-System der Freiburger CorTec GmbH.
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Der Genomforscher J. Craig Venter ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Als Pionier der Genomik und synthetischen Biologie prägte er die Entschlüsselung des menschlichen Genoms und trieb die Entwicklung künstlicher Genome maßgeblich voran. Bei der Entschlüsselung des Humangenoms gewann Venter ein Wettrennen mit den öffentlichen Institutionen der globalen Wissenschaft.
Eine schillernde Persönlichkeit der Genomforschung ist gestorben: Craig Venter wurde 79 Jahre alt. Schillernd deswegen, weil er mit seinem ruppigen Stil die Wissenschaftsszene im neuen Millenium aufscheuchte, mehr Geschwindigkeit bei der Entschlüsselung des Humangenoms zu entwickeln. Durch diesen von ihm gestarteten Wettlauf um die Sequenzierung gelang die erste Version des Humangenoms (HGP) zur Jahrtausendwende mit der gemeinsamen Präsentation von Venter und Collins (für die öffentlich finanzierte Wissenschaft).
Die Berliner Tacalyx sichert sich 11 Mio. Euro der Altinvestoren um BIVF, Kurma, HTGF, Creathor und Thuja, um den ADC-Kandidaten TCX-201 gegen Tumor-assoziierte Zuckerstrukturen (TACAs) bis zur Klinik zu entwickeln. Der Start einer Studie ist für 2027 geplant. Parallel treibt das Unternehmen seine Pipeline für schwer behandelbare solide Tumoren voran.
Der Hightech-Gründerfonds ist dabei: Das Leipziger Start-up Primogene GmbH sichert sich 4,1 Mio. Euro vom HTGF, der sächsischen Beteiligungsbank und weiteren Investoren, um bioaktive Moleküle wie Muttermilch-Bausteine enzymatisch im großen Maßstab herzustellen. Ziel: der Sprung vom Labor in die industrielle Produktion, aus Leipzig für Millionen Frühgeborene weltweit.
Das Leipziger Start-up Primogene GmbH sichert sich 4,1 Mio. Euro, um bioaktive Moleküle wie Muttermilch-Bausteine enzymatisch im großen Maßstab herzustellen. Ziel: der Sprung vom Labor in die industrielle Produktion.
Neue Ansätze gegen Hirntumoren: Forscher der Empa (Schweiz) entwickeln Nanozyme, die per Infrarotlicht direkt im Gehirn aktiviert werden. Ziel ist eine präzisere, lokal wirksame Therapie – ein möglicher Fortschritt bei bislang schwer behandelbaren Tumoren. Das Projekt befindet sich noch in der Frühphase.
Die Schweizer DINAMIQS, Tochtergesellschaft der Siegfried Holding AG, erhielt von der eidgenössischen Behörde Swissmedic die Lizenz für GMP-Produktion und Testung viraler Vektoren. Damit kann das Unternehmen ATMP herstellen und freigeben. Als erste integrierte Viral-Vector-CDMO der Schweiz biete DINAMIQS damit nun End-to-End-Services für Gentherapien aus einer Hand.
Die Sandoz AG liefert zum ersten Quartal einen kräftigen Anstieg des Umsatzes, der nur durch Währungseinflüsse nicht ganz so groß erscheint. Doch ein Plus von 18% im Biosimilarsegment ist ein deutliches Signal, dass dieser Bereich überproportional an Bedeutung gewinnt. Wenn da nicht die leidige Erstattungsfrage wäre, das Thema automatische Substitution und die Konkurrenz aus Asien. Noch dazu kommen Indien und China auch räumlich immer näher und bringt Biosimilars ‚made in Asien‘ unter deutscher Niederlassungsflagge in die Kostendebatte ein.
Im Projekt PolyKARD haben Fraunhofer- und NMI-Forscher einen biomimetischer Gewebeersatz für biohybride Implantate entwickelt. Das Material wurde auf der Hannover-Messe vorgestellt und steht nun für Anwendungen in der Medizintechnik bereit.

Jeffrey Herron, UW Medicine
J. Craig Venter Center, Brett Shipe
Primogene GmbH
EMPA
©Sandoz
Fraunhofer IAP / Till Budde