Das Münchner Biotechnologie-Unternehmen mbiomics GmbH sichert sich weitere 12 Mio. Euro und erweitert damit die Serie A aus dem Jahr 2023 und eine spätere Aufstockung auf insgesamt 30 Mio. Euro für mikrobiombasierte Therapeutika. Mit MBX-116 startet bald der Schritt in die Klinik. Ziel ist es, komplexe lebende Bakterienkonsortien erstmals skalierbar als Arznei nutzbar zu machen – ein Schlüsseltest für die Mikrobiomforschung.
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QIAGEN meldet für Q1 2026 gemischte Trends: Der Umsatz steigt leicht auf 492 Mio. US-Dollar (+2%, CER −1%), der Gewinn je Aktie bleibt im Rahmen der Erwartungen. Wachstumstreiber wie Probentechnologien und QIAcuity legen zu, während QuantiFERON schwächelt. Die Jahresprognose wird deswegen auf 1–2% Umsatzwachstum (CER) gesenkt, was den Kurstrend nach unten antreibt.
Die SphingoTec GmbH (Hennigsdorf bei Berlin) bringt mit dem ELISA sphingotest® penKid® einen Test für den Nierenbiomarker Proenkephalin auf den Markt. Er läuft auf Standardlaborgeräten, zeigt hohe Übereinstimmung mit dem Referenzassay und soll Forschung zur Nierenfunktion sowie klinische Studien breiter zugänglich machen, wofür große Nachfrage bestehe, so die Firma.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche bleibt verhalten. So erreichte der deutsche Markt für In-vitro-Diagnostik (IVD) im Jahr 2025 ein Volumen von 2,38 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 0,8 Prozent. Auch der Bereich Life Science Research (LSR, Abbildung) verzeichnete mit einem Umsatz von 3,81 Mrd. Euro einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent.
In einer Studie der Philipps-Universität Marburg und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg wurde untersucht, wie gut 13 öffentlich verfügbare KI-Sprachmodelle klinisches Wissen zur akuten Nierenschädigung abrufen und anwenden können.
Kooperieren ist schön und gut, eine echte Life-Sciences-Städtepartnerschaft unter deutschen Biotech-Regionen hat man noch nicht gesehen. Genau das haben die Bürgermeister der Städte Heidelberg und Mainz nun in einem Memorandum of Understanding beschlossen: eine engere Zusammenarbeit der Clusterorganisationen und Technologietransfereinrichtungen. Damit wird eine Blaupause geschaffen für andere Regionen, die in großer Zahl seit dem BioRegio-Wettbewerb entstanden sind. Interessant ist, dass ebenso ausdrücklich die Tür geöffnet wird für weitere Partnerregionen, womit ein geographisch benachbarter Großraum gemeint sein könnte.
Was als Brückenschlag zwischen Forschung und Markt gedacht war, galt in der Branche von Beginn an als waghalsig – nicht zuletzt, weil der Boom rund um spezialisierte Laborflächen seinen Höhepunkt bereits überschritten hatte. Nun ist das Wiener Biotech-Start-up Carl Labs GmbH (ehemals Abundance) insolvent.
Evonik und die japanische Higuchi eröffnen in Yokohama ein gemeinsames „Open Pharma Lab“. Dort erhalten Formulierer Zugang zu EUDRAGIT®-Polymeren und Formulierungs-Know-how für patientenfreundliche orale Arzneiformen. Die langjährige Partnerschaft wird vertieft und das Innovationsnetzwerk von Evonik in Asien damit weiter ausgebaut. Start ist der 1. Mai 2026.
Die deutsche und europäische Biotechnologiebranche traf sich in dieser Woche in Leipzig. Rund 900 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie, Politik, Verwaltung und Medien nutzten die German Biotech Days, um sich im Kongresszentrum am Zoo Leipzig über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Anwendung sowie über die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auszutauschen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von BIO Deutschland e.V., dem Arbeitskreis der BioRegionen und biosaxony e.V. zusammen mit seiner Partnerregion InfectoGnostics Forschungscampus Jena.

mbiomics GmbH
VDGH
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Knowbio GmbH mit KI-Hilfe
Carl Labs GmbH
Biosaxony, Philipp Kirschner