Bei BioNTech rücken Fragen zum geplanten neuen mRNA-Unternehmen der einstigen Gründer in den Fokus, beziehungsweise sie werden vielleicht auch nicht ganz ohne Eigeninteresse auf die offene Bühne gezerrt. Der geplante Umbau bei BioNTech hat einen medial sehr präsenten Aktionär auf den Plan gerufen. Bernd Förtsch, Gründer der Börsenmedien AG (unter anderem „Der Aktionär“) und langjähriger Aktionär des Unternehmens, hat dem Aufsichtsrat einen umfangreichen Fragenkatalog zum angekündigten Start-up des scheidenden Gründerehepaars mit der möglichen Übertragung oder Lizenzierung zentraler mRNA-Technologien vorgelegt und prüft nach eigenen Angaben mögliche rechtliche Schritte. In Mainz gibt man sich bedeckt und betont, dass man die Fragen bereits beantwortet habe.
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Forscher von BioNTech und Partnern berichten in Nature Immunology über zwei mRNA-basierte Tuberkulose-Impfstoffkandidaten, die in Tiermodellen starke Immunantworten auslösten und die bakterielle Last nach einer Infektion deutlich senkten. Die Kandidaten BNT164a1 und BNT164b1 befinden sich bereits in klinischen Phase I/II-Studien.
T-CURX übernimmt Pantherna: beginnt damit ein neuer Wettlauf um die nächste Generation der CAR-T-Therapien? Das Würzburger und Münchner CAR-T-Unternehmen T-CURX übernimmt das Berliner mRNA- und LNP-Unternehmen Pantherna Therapeutics. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Pantherna soll als hundertprozentige Tochtergesellschaft in Hennigsdorf weitergeführt werden.
Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech SE steht vor einem historischen Führungswechsel – die Köpfe hinter dem Corona-Impfstoff wagen einen Neustart. Ugur Sahin und Özlem Türeci wollen sich ganz auf die mRNA-Plattformtechnologie konzentrieren und starten zum Jahresende in einem eigenen neuen Unternehmen, an dem sich BioNTech beteiligen will, das aber mit einer eigenen Prioritätenliste unterwegs sein soll.
Der Wechsel von Dr. Susanne Leonhartsberger als CEO zu Axolabs stärkt die Kulmbacher Firma mit einer großen Expertise im internationalen CDMO-Geschäft. Axolabs ist seit 2017 Teil der britischen LGC Group.
Für BioNTech könnte 2026 zu einem der entscheidendsten Jahre seit dem pandemiebedingten Durchbruch werden. Die Pipeline ist breit, die Kasse prall gefüllt, die Partnerschaften sind zahlreich und die Perspektive reicht weit über das Jahr 2030 hinaus. Doch bei aller strategischen Vorbereitung entscheidet sich in den kommenden Monaten vor allem eines: Können die klinischen Daten die hohen Erwartungen an BioNTechs Krebsstrategie einlösen?
Patentstreite in der pharmazeutischen Industrie sind eher die Regel als eine Besonderheit. Dass die Leverkusener Bayer AG gerade jetzt, gefühlt deutlich nach der Zeit, einen grundlegenden Patentstreit mit allen mRNA-Impfstoffentwicklern der Pandemie beginnt, kommt daher überraschend. Da es dabei wohl um Milliarden geht, ist der Ansatz nachvollziehbar, das Timing aber wirft Fragen auf.
Zwei Marktführer in der Entwicklung und Herstellung von Oligonukleotiden für Diagnostik oder Therapie haben ihre strategische Partnerschaft verkündet. Die hessische BioSpring GmbH und die bayerische metabion GmbH. Beide haben viel gemeinsam: das Gründungsjahr 1997, die Eigenständigkeit, den Bereich der Oligos, wenn auch in unterschiedlichen Segmenten und: an der Spitze der Unternehmen stehen zwei Frauen. Grund genug für |transkript.de, etwas mehr zu den Hintergründen zu fragen.
Der Börsenkurs nimmt eine kurze Talfahrt bei der Mainzer BioNTech. Grund dafür ist der paketweise Aktienverkauf durch Impfstoffentwicklungspartner Pfizer Inc. Dieser hat gerade aktuen Geldbedarf, da seine Übernahme der US-amerikanischen Firma Metsera Inc. durch einen Bieterwettstreit mit der dänischen Novo um rund 3 Mrd. US-Dollar teurer geworden ist, als ursprünglich geplant. Der BioNTech-Kurs hat sich bei rund 90 Euro wieder stabilisiert.
Entgegen kurz aufbrodelnder Gerüchte hält die Mainzer BioNTech SE unvermindert an ihrer Drei-Säulen-Strategie im Kampf gegen Krebs fest, zu der mRNA-Vakzinierungen gegen Krebs-Neoantigene in Kombination mit anderen Wirkstoffmodalitäten einen wichtigen Beitrag liefern sollen. Auch in Zukunft.

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BioNTech SE
Bayer AG
Screenshot Biocom interrelations GmbH
BioNTech SE
BioNTech SE, aus dem Bericht zum 2. Quartal 2025