Das Börseneinmaleins ist keins, denn sonst könnte jeder aus dieser oder jener Meldung sofort ableiten, was das mit dem Kurs einer entsprechenden Firma macht. Aktuell kann man das bei der Hamburger Wirkstofffirma Evotec sehen: Der langjährige wissenschaftliche Kopf Cord Dohrmann geht so überraschend von Bord, dass nun erst mit der Suche nach dem Nachfolger begonnen wird. An einer so entscheidenden Position wie derjenigen des CSO sollte sich ein Unternehmen, das technologisch und wissenschaftlich auf der Höhe der Zeit sein muss, keine Leerstelle erlauben.

Roche Diagnostics bringt einen Test auf den Markt, der Neugeborene gleichzeitig auf spinale Muskelatrophie (SMA), schweren kombinierten Immundefekt (SCID) und Sichelzellkrankheit untersucht. Die frühzeitige Diagnose ermögliche es, betroffene Kinder bereits kurz nach der Geburt zu identifizieren und notwendige Therapien einzuleiten, bevor schwere Symptome auftreten.

Lemiretprocel (OpCT-001) von BlueRock Therapeutics, einer 100%igen Bayer-Tochter, hat von der FDA und der EMA Orphan-Drug-Designations erhalten. In den USA gelten sie für Retinitis pigmentosa und Zapfen-Stäbchen-Dystrophie, in der EU für verschiedene Formen erblicher Netzhauterkrankungen. Der iPSC-basierte Zelltherapie-Kandidat wird derzeit in Phase I/IIa getestet.

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Patente sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für pharmazeutische, biotechnologische und chemische Innovationen. Gleichzeitig stellen neue Entscheidungen des Unified Patent Court (UPC), die Weiterentwicklung des Einheitspatentsystems sowie aktuelle Entwicklungen beim Europäischen Patentamt Unternehmen vor neue strategische Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet BOEHMERT & BOEHMERT am 3. November 2026 in Heidelberg das IP-Seminar Life Sciences & Chemie. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich an Patentverantwortliche, In-house Counsel, Forschungsleiter, Innovationsmanager sowie Fach- und Führungskräfte aus der Pharma-, Biotechnologie- und Chemiebranche. Das Seminar wird in englischer Sprache durchgeführt.

Die Referenten geben einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im europäischen Patentrecht und deren Auswirkungen auf Schutzrechtsstrategien in forschungsintensiven Industrien. Im Fokus stehen die wachsende Rechtsprechung des UPC und ihre praktischen Konsequenzen für die Anmeldung, Durchsetzung und Verteidigung von Patenten sowie für den strategischen Umgang mit Schutzrechtsportfolios.

Darüber hinaus werden ausgewählte Fragestellungen aus dem Bereich der Life Sciences behandelt. Dazu zählen aktuelle Entwicklungen bei Second Medical Use Claims, Aspekte des Schutzes von Biologika sowie Supplementary Protection Certificates (SPCs). Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die Anforderungen an die Patentierung innovativer Technologien und erfahren, wie sich Schutzrechtsstrategien an veränderte rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen anpassen lassen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Management internationaler Patentportfolios. Diskutiert wird, wie Unternehmen ihre Schutzrechtspositionen stärken, Risiken frühzeitig erkennen und den Wert ihrer Innovationen langfristig sichern können. Dabei werden sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Aspekte moderner IP-Strategien beleuchtet.

Neben den Fachvorträgen bietet das Seminar Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Experten von BOEHMERT & BOEHMERT sowie mit Vertretern aus Industrie, Forschung und Entwicklung. Die Veranstaltung findet im ATLANTIC Hotel Heidelberg statt und ist für die Teilnehmer kostenfrei.

Vom Standort Innsbruck in die klinische Entwicklung eines der weltweit größten Pharmakonzerne: Für das Tiroler Drug-Delivery-Unternehmen Cyprumed ist der Start einer Phase I-Studie mit einem Wirkstoffkandidaten von MSD ein wichtiger Entwicklungsschritt. Erstmals wird dabei ein mit Cyprumeds Technologie formulierter Wirkstoff am Menschen erprobt. Für das Unternehmen ist das zugleich ein Beleg dafür, dass die von ihm entwickelte Plattform den Sprung aus der technologischen Entwicklung in ein klinisches Entwicklungsprogramm geschafft hat.

Die Mainzer BioNTech SE schließt ihre Standorte in Tübingen (Baden-Württemberg) Ende 2027, in Marburg (Hessen) Anfang 2028 und in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) Ende 2028. Dem Unternehmen nach handele es sich dort um Produktionskapazitäten, die derzeit absehbar nicht mehr gebraucht würden. Rund 2.000 Beschäftigte sind betroffen. Käufer seien nicht gefunden worden.

Es gibt kaum jemanden, der die Entwicklung der Hamburger Evotec SE auf der inhaltlichen, wissenschaftlichen Seite so geprägt hat wie der CSO Dr. Cord Dohrmann, der seit 2010 die wissensbasierte Wirkstoffentwicklung leitete und beständig am Puls der Zeit hielt. Nun scheidet er zum Monatsende aus. Die Ankündigung kommt plötzlich, da nun erst eine Nachfolge gesucht wird.

Vetter erweitert seine globalen Produktionsressourcen für injizierbare Medikamente. Bis 2032 sollen zehn zusätzliche Abfüllanlagen entstehen, sieben davon an bestehenden Standorten. Eine neue Anlage ist frisch in Betrieb gegangen, eine weitere soll bis Jahresende folgen. Fünf Anlagen für aseptische Abfüllung sind bis 2028, drei ab 2031 am Standort Saarlouis geplant.