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Die EU-Kommission hat grünes Licht für eine staatliche Förderung des geplanten neuen Sanofi-Insulinwerks in Frankfurt gegeben. Nun darf Deutschland 400 Mio. Euro zur 2 Mrd. Euro-Investition in die Insulinproduktion am Main zuschießen.

Lebende Arzneimittel aus Sachsen: Mit ­diesem Anspruch ist SaxoCell® 2021 gestartet. Fünf Jahre später zeigt der Zukunftscluster, wie aus Forschung klinische Entwicklung wird – und wie Sachsen im Feld der Zell- und Gentherapien an Profil gewinnt.

Kleine und große Nachrichten erhalten in der Kurzübersicht auf transkript.de genau den gleichen Platz, nämlich ungefähr 400 Zeichen. Oft liegt es ja im Auge des Betrachters oder gar des Betroffenen, welche dieser Meldungen als besonders eingestuft wird. Es war eine ganze Menge los im Juni, trotz Hitze.

Die Ankündigungen kommen nahezu zeitgleich und senden ein deutliches Signal an Politik und Branche: Sowohl der US-Pharmakonzern Eli Lilly als auch Boehringer Ingelheim stellen geplante Investitionen in Deutschland infrage und verweisen dabei auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.

Kaufrausch bei Eli Lilly? Gleich drei Firmen werden gekauft und alle sind im Bereich der Infektionskrankheiten angesiedelt. Darunter ist auch die Schweizer LimmaTech AG, die vom einstigen Curevac-CEO Franz-Werner Haas geleitet wird. Eli Lilly zielt mit den Akquisitionen auf Märkte über das reine Infektionsgeschehen hinaus: Autoimmunerkrankungen, Antibiotika-Resistenz, chronische Immunsystemstörung bis hin zu Krebs.

Die Dresdner Experten für die sequenzgenaue Reperatur von Genen, Seamless Therapeutics, starten mit der Pharmafirma Eli Lilly eine globale Forschungskooperation zur Nutzung der Technologieplattform spezifische Rekombinasen für die Entwicklung von Gentherapien gegen Hörverlust. Für Seamless kann bei günstigem Verlauf der Kooperation eine Gesamtfinanzierung von bis zu 1,1 Mrd. US-Dollar entstehen.

Auch wenn einige größere Finanzierungsrunden in den letzten Tagen und Wochen für Aufmerksamkeit gesorgt haben (Nuclidium, Actithera…) und auch große Firmenübernahmen von Pharma europäische und globale Schlagzeilen machen – wie die Übernahme von Verona Pharma (UK) durch die US-Merck –, bleibt die Stimmung spürbar weit weg von Jubelgeschrei und Euphorie. Analysten sprechen sich und anderen Mut zu, dass in der zweiten Jahreshälfte sich alles zum Besseren wenden werde. Investoren blicken daher zwar interessiert auf die Präsentationen von Start-ups wie auf dem IZB-Investor-Day, doch eigentlich verfahren sie in diesen unsicheren Zeiten nach dem altbekannten Motto: Abwarten und Tee trinken.

Hohe Finanzierungsrunde für die Schweizer Haya Therapeutics. Der Einstieg nicht nur weiterer VC-Gesellschaften, sondern auch von Eli Lilly machen deutlich: das „dark genome“ tritt aus dem Schatten ins Licht. Die Einwirkung auf die Genregulation findet das hohe Interesse der Kapitalgeber und weist auf eine ganz neue Ebene des Ansatzes hin, die Krankheitsdysregulation wieder in den Griff zu bekommen – am Ort der Entstehung.

Eli Lilly bleibt im Einkaufs- oder Partnermodus. Das Diätspritzen-Dickschiff hat nicht nur schon wieder – nach Haya Therapeutics – einen milliardenschweren Partner im Schatten der Schweizer Berge gefunden. Der US-Pharmaunternehmen hat sich sogar nach einer Verlobung und Trennung vor einigen Jahren nun erneut mit der „alten Liebe“ verbunden: KeyBioscience aus Lugano im Tessin.

Motiviert durch die Milliardenumsätze von Novo Nordisk und Eli Lilly im explodierenden Markt für Arzneien gegen Fettsucht (Adipositas) berichteten zwei deutsche Forschungsgruppen über Wege, die Thermogenese brauner Adipozyten zum Abnehmen zu nutzen.